• Markus Eberhard Markus Eberhard 16.12.2019 | Allgemein, Export

    Bericht aus der Porsche Design Uhrenmanufaktur in Solothurn

    Im Blick ist ein interessanter Bericht aus dem kleinsten Porsche-Werk erschienen: Es geht um die Porsche Design Timepieces AG in Solothurn. In dieser brauchen die Besucher nur reinweisse Kittel. In der Produktionshalle könnte man vom Boden essen und es schweben teils nur 90 Partikel je Kubikmeter durch die Luft – und das soll auch so bleiben.
    Hier schrauben 20 Mitarbeiter keine Sportwagen zusammen, sondern Uhren. Und das nicht vom Band, sondern eben in Handarbeit. Die zwei Uhrmacher schaffen je nach Modell, Auslastung und der Tagesform ihrer Finger zwischen drei und sechs Exemplare am Tag. Seit 2014 besteht Porsche Timepieces, aber die Uhren-Historie der Marke ist viel älter.
    Warum in Solothurn? Der Geschäftsführer weist auf die Schweizer Uhrentradition hin: In der Region gäbe es Zulieferer und Experten, darunter zahlreiche unserer Kunden, für die Produktion. Ausserdem müssen nach der seit 2017 geltenden Branchenverordnung 60 Prozent der Wertschöpfung eines Produkts in der Schweiz erbracht werden, um das in der Uhrenbranche wichtige Gütesiegel „Swiss made“ zu erhalten.
    Es ist eine erfolgreiche Zusammenarbeit im DACH-Raum: Das Design erfolgt in Zell am See, Solothurn entwickelt und baut die Uhren, die dann vom deutschen Ludwigsburg aus vertrieben werden.