Markus Eberhard Markus Eberhard 18.01.2019 | Allgemein, Export

Der Bund möchte mit Pakistan Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen aufnehmen

Nachdem die gesamte US-Delegation ihre geplante Reise ans WEF nach Davos abgesagt hat, wird wohl vorderhand nichts mit den geplanten Gesprächen über ein mögliches Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und den USA. Auf der anderen Seite drückt die EU rund um den Globus in Sachen Freihandel aufs Gaspedal: Anfang dieses Jahr tritt ein neues Abkommen der EU mit Singapur in Kraft und ab dem 1. Februar entsteht mit dem Inkrafttreten des Abkommens mit Japan die weltweit grösste Freihandelszone.
Damit gerät die Schweiz unter Zugzwang, denn die Offensive Brüssels erfordert von ihr ebenfalls einen stärkeren Effort in der Handelspolitik. Schweizer Exporteure könnten ansonsten im Ausland diskriminiert werden. In Asien verhandelt die Schweiz schon seit längerem mit Indien, Malaysia und Vietnam über neue Freihandelsabkommen, doch erweisen sich diese Gespräche als langwierig und zäh. Ein Durchbruch ist mit keinem dieser Länder in Griffweite.
Deshalb will der Bund nun mit weiteren asiatischen Ländern Freihandelsgespräche aufnehmen. Gute Chancen für ein Abkommen sehen die Handelsdiplomaten des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) offenbar in Pakistan, wo momentan geprüft werde, ob Verhandlungen aufgenommen werden können.