Entlas­tung beim Vorwurf der Währungs­ma­ni­pu­la­tion: Die Schweiz kommt von US-Beobach­tungs­liste weg

Allgemein
30.05.2019 von Markus Eberhard

Vor wenigen Tagen hatten wir die etwas beunruhigende Meldung: USA wollen Währungsmanipulatoren mit Zöllen belegen – Schweiz auch ein Kandidat. Nun aber gibt es bereits ein erstes Entlastungssignal: Die Schweiz kommt von der US-Beobachtungsliste weg.
Damit verbleiben aktuell noch neun Länder unter Beobachtung, aber die Schweiz ist als potenzielle Währungsmanipulatorin nicht mehr direkt im Visier des US-Finanzministeriums. Weil die Schweiz während zwei aufeinanderfolgenden Berichtsperioden nur eines von drei relevanten Kriterien – jenes eines bedeutenden Leistungsbilanzüberschusses – erfüllte, wurde das Land von der Beobachtungsliste des Treasury entfernt.
Das ist eine gute Nachricht für unser Land, weil das US-Handelsministerium jüngst die Absicht verkündet hat, künftig auch Währungsmanipulation als Grund für vergeltende Zölle heranzuziehen. Wer nicht auf der Treasury-Beobachtungsliste steht, dürfte von dieser Front wenig zu befürchten haben. Nebst China ist auch unser Nachbar Deutschland eines der neun Länder, die derzeit unter Beobachtung stehen.

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