Markus Eberhard Markus Eberhard 18.05.2019 | Allgemein

Eskalation des Handelskonflikts zwischen den USA und China führt zu höheren Zöllen

Ein Blick in die Geschichte betreffend Handelskonflikten bringt Unerfreuliches hervor: Wenn all die Drohungen eingerechnet werden, ist im bilateralen Handel zwischen den zwei Grossmächten bald einmal ein Zollniveau erreicht, das in der Nähe der Zölle während des Handelskriegs in der Weltwirtschaftskrise liegt.
In den 1930er Jahren löste das amerikanische Smoot-Hawley-Zollgesetz einen Handelskrieg aus, was damals die Rezession in den USA verstärkte. Die starken Zollerhöhungen und die Gegenreaktionen anderer Länder waren zwar nicht die Ursache für die Grosse Depression, sie waren aber Teil einer Abwärtsspirale der Weltwirtschaft. Eine weitere Folge des amerikanischen Ebenso war die Bildung neuer Handelsblöcke eine weitere Folge des Protektionismus.
Nach der jüngsten Eskalation steht der durchschnittliche amerikanische Zoll für chinesische Waren bei mehr als 18%. Sollten die USA, wie angedroht, die Zölle auch für die restlichen Importe aus China erhöhen, würde der Durchschnittswert auf knapp 28% steigen, was signifikant über dem Niveau von 2017 von damals rund 3% war.

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