Markus Eberhard Markus Eberhard 15.03.2019 | Allgemein

EZV wirft Spediteur illegale Transporte vor und klagt auf entgangene Zoll- und Mehrwertsteuer-Abgaben

Die Vorwürfe der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) gegen ein Schweizer Transportunternehmen sind happig: 1’545 Inland-Fahrten habe dieses verbotenerweise von vier ausländischen Firmen durchführen lassen. Die Schweizer Firma setzte von Januar 2014 bis April 2017 insgesamt 39 Lastwagen vier ausländischer Auftragnehmer ein.
Diese Binnentransporte – also Fahrten mit Start und Ziel in der Schweiz, auch «Kabotage» genannt – sind rechtlich inländischen Firmen vorbehalten. Die Lkw müssen also in der Schweiz verzollt und immatrikuliert sein.
Das EZV wirft dem Spediteur vor, sich mit dem Einsatz von 39 ausländischen Lastern einen Wettbewerbsvorteil verschafft zu haben. Der EZV-Mediensprecher Michael Steiner sprach gegenüber TeleM1: «Dem Staat sind dadurch Zollabgaben und Mehrwertsteuerabgaben entgangen. Diese 218’000 Franken fordern wir nun ein.»
Gegen den fehlbaren Transporteur ist eine Strafuntersuchung eröffnet worden. Eine Person wurde angeklagt. Ihr droht laut EZV eine «empfindliche Busse».