Markus Eberhard Markus Eberhard 25.02.2019 | Allgemein, Export

    Interessante andere Sichtweise für Schweizer Exporteure zum Rahmenabkommen

    Mittlerweile vergeht kein Tag mehr, ohne Publikation irgendeiner Meldung pro oder kontra zum geplanten Institutionellen Rahmenabkommen zwischen der EU und der Schweiz. Wenn man den Pro-Beiträgen folgt, hat man das Gefühl, dass Schweizer Exporteure ohne Rahmenabkommen gar keine Chance mehr auf dem EU-Markt haben.
    Umso wertvoller sind Beiträge, die versuchen, die Sachlage unvoreingenommen zu analysieren und alternative Szenarien aufzuzeigen. Diese Mühe hat sich der ehemalige Nationalrat und Preisüberwacher Rudolf Strahm gemacht. Und zwar mit der Drohung, Schweizer Exporteure würden ohne Rahmenabkommen den Marktzugang zum EU-Binnenmarkt verlieren. Er hat sich die Aufgabe gestellt, dieses Thema durch Fachgespräche und Analyse von Gesetzen zu beurteilen. Konkret geht es dabei um die verhinderte Anpassung an die technischen Produktevorschriften der EU. Solche Normen sind uns Konsumenten meist durch sichtbare CE-Kennzeichnungen bekannt.
    Sein interessantes Fazit: Das (vorläufige) Hinausschieben des Rahmenabkommens bringt für wenige Branchen etwas mehr Kosten. Kein Exporteur wird aber den Marktzugang zum EU-Binnenmarkt verlieren. Jedoch sind unsere Behörden gefragt, vorausschauend zu agieren, statt zu lamentieren.