Markus Eberhard Markus Eberhard 08.04.2019 | Allgemein

Interessanter Bericht zu den manuellen Tätigkeiten in der Schweizer Industrie

In der NZZ haben wir einen interessanten Bericht gefunden zu den immer seltener werdenden manuellen Tätigkeiten in Schweizer Industriebetrieben. Für uns ist er doppelt interessant, weil ein Grossteil von unserem langjährigen Kunden, dem Traditionskonzern Bucher Industries, handelt. Wir haben hautnah miterlebt, als dieser Anfang 2016 aus Kostengründen beschlossen hatte, diese Tätigkeit vollständig in ein Werk nach Lettland zu verlagern. Mit der Restrukturierung war der Abbau von 60 Stellen verbunden. Zwar erhielten knapp 20 der betroffenen Mitarbeiter eine andere Arbeit innerhalb des Geschäftsbereichs Bucher Municipal, doch für die übrigen gab es keine Weiterbeschäftigung.
Für viele Produkte wie Fahrzeuge oder Fenster rechnet sich die Herstellung in der Schweiz kaum noch. Die Arbeitskosten sind einfach zu hoch. Doch die Schweizer Industrie hat es gleichwohl geschafft, eine hohe Wertschöpfung hierzulande zu bewahren, auch wenn es für die Beschäftigten in der Montage von Kehrmaschinen am Zürcher Standort Niederweningen ein harter Schlag war. So wie den Montagearbeitern von Bucher Municipal, erging es in den vergangenen Jahren Tausenden von Beschäftigten in der Schweizer Industrie. Im gesamten verarbeitenden Gewerbe verschwanden allein zwischen 2008 und 2017 fast 50 000 Arbeitsplätze. Beinahe 30 000 der Stellenstreichungen gingen auf das Konto der Maschinen-, Metall- und Elektroindustrie (MEM-Sektor).

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