Markus Eberhard Markus Eberhard 09.05.2019 | Allgemein

Ist die Schweiz die grosse Gewinnerin im EU-Binnenmarkt?

Die Schweiz ist bekanntlich durch die bilateralen Verträge Teil des EU-Binnenmarktes mit seinen 500 Millionen Konsumenten. Und deshalb ist unser Land auch Teil einer breit angelegten Bertelsmann-Studie, welche erstmals die Wirkung des weltweit grössten Wirtschaftsraums auf 276 Regionen Europas herunterbricht.
Gemäss der Resultate dieser Studie kommen die Autoren zum Schluss: «Die Schweiz gehört zu den absoluten Gewinnern des Binnenmarkts», sagt Ökonom und Studienautor Dominic Ponattu von der Bertelsmann-Stiftung. Im Schnitt habe das Brutto-Inland-Produkt (BIP) der Schweiz pro Kopf und Jahr um 3000 Euro zugenommen.
Diese Studie ist zusammen mit der Universität Sussex entstanden. Sie listet erstmals für alle Regionen des EU-Binnenmarktes auf, wie sich die Abschaffung von Zöllen und anderen Handelshemmnissen auf Wohlstand, Preisniveau und Produktivität ausgewirkt haben.
Absoluter Spitzenreiter von allen Regionen des EU-Binnenmarktes ist die Region Zürich. Hier werden pro Jahr und Kopf 3500 Euro mehr erwirtschaftet, seit es in Europa keine Zollgrenzen mehr gibt. In der Schweiz gewinnen aber alle Regionen stark dazu – der Unterschied zwischen den Regionen ist deutlich kleiner als in anderen EU-Ländern, was den Wohlstandsgewinn angeht.