Markus Eberhard Markus Eberhard 07.01.2020 | Allgemein

Klimaschützer fordern Zölle auf schädliche Produkte

In der EU denken die Verantwortlichen über neue Zölle für klimaschädlich produzierte Billigimporte nach. Auch in der Schweiz ist das ein Thema. Die Wirtschaft aber warnt davor.
Dies im Rahmen des grossen «Green Deals»: In diesem Jahr will die neue EU-Führungsriege um Ursula von der Leyen beim Klimaschutz neue Massstäbe setzen. 260 Milliarden Euro pro Jahr sollen investiert werden und Europa so der weltweite Vorreiter in Sachen Klimaschutz werden. Die EU-Industrie wird künftig scharfe Umweltauflagen erfüllen müssen. Gleichzeitig sollen klimaschädlich hergestellte Billigimporte mit neuen Zöllen aus Europa fern gehalten werden – respektive Produzenten ausserhalb Europa dazu gezwungen werden, ebenfalls umweltschonend zu produzieren.
Solche neuen Zölle fordert Georg Klingler, Leiter Klima von Greenpeace, auch für die Schweiz. Es würde darum gehen, die durch unseren Konsum verursachten Emissionen im Ausland endlich anzugehen, so der Greenpeace-Klimaexperte. Durch Klima-Zölle würden ausländische Importe für Schweizer Konsumenten teurer.
Bürgerliche Klimapolitiker finden allerdings, Klima-Zölle würden das Fuder der Klimamassnahmen überladen und die Schweiz wäre besser beraten, das Thema Nachhaltigkeit in Freihandelsabkommen zu thematisieren.

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