Kriminelle Banden schmug­geln tonnen­weise Fleisch illegal in die Schweiz

Allgemein, Import
08.02.2020 von Markus Eberhard
Lkw, der in die Schweiz reinfährt am Zoll

Noch immer gibt es die kleinen “Fische”, die unorganisiert Waren in die Schweiz schmuggeln ohne Zölle und Mehrwertsteuerabgaben zu bezahlen. So wie das Beispiel eines Montenegriners: Dieser reiste vierzehnmal nach Deutschland, um Fleisch für seine Zürcher Pizzeria zu schmuggeln. Bis ihn eines Tages der Zoll stoppte. Doch längst haben die Zollfahnder die Clans im Visier, die allerdings immer professioneller operieren.

Der Fall des Montenegriners als Einzeltäter ist durchaus spektakulär (er wurde mit insgesamt 244 Kilogramm ungekühltem Fleisch bei Kaiseraugst ertappt), denn insgesamt entgingen gemäss Berechnungen des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) dem Staat insgesamt über 13 000 Franken Zölle und Mehrwertsteuerabgaben.

Jedoch ist er nur ein kleiner Fisch. Der Chef des Direktionsbereichs Strafverfolgung im BAZG, Urs Bartenschlager, bekommt es vermehrt mit weit grösseren Fällen zu tun, die immer professioneller vorgehen und sich zunehmend in Netzwerken organisieren. Diese kriminellen Gruppen seien lernfähig und passten sich den Taktiken der Zollfahnder an. Die Bandenmitglieder wüssten bei Kontrollen, was sie sagen müssen, hätten auch sofort einen Anwalt zur Seite. Und sie achteten genau darauf, wo kontrolliert wird. «Es ist ein Katz-und-Maus-Spiel.» Wenn Sie interessiert sind, wie Sie legal und doch effizient Waren in die Schweiz einführen können, empfehlen wir Ihnen unser Seminar & Webinar Importabwicklung oder unsere Zollberatung.

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