Markus Eberhard Markus Eberhard 26.11.2020 | Allgemein

    Stellvertretende Direktorin Michaela Schärer verlässt die Eidgenössische Zollverwaltung

    Für uns überraschend verlässt die bisherige Direktorin der Eidgenössischen Zollverwaltung ihren Posten und übernimmt ab 1.1.2021 die Führung des Bundesamts für Bevölkerungsschutz (Babs).
    Die 50-jährige Juristin Michaela Schärer trat im April 1995 ins damalige Eidgenössische Militärdepartement (EMD) ein und arbeitete fortan unter anderem im Rechtsdienst des Generalstabs, im Generalsekretariat VBS und im Stab des Chefs VBS. Im Jahr 2006 wechselte sie das Departement und arbeitete fortan bei der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV). Vor noch nicht langer Zeit, im Juli 2017, wurde Frau Schärer zur stellvertretenden EZV-Direktorin ernannt.
    Im letzten Jahr hat der Bundesrat die Weichen für die Weiterentwicklung der EZV hin zum Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) gestellt. Mit dieser Neuausrichtung soll die EZV ihren Auftrag – umfassende Sicherheit an der Grenze zum Wohle von Bevölkerung, Wirtschaft und Staat – in einem sich schnell wandelnden Umfeld noch effizienter und effektiver wahrnehmen können. Ein Eckpfeiler dieser Neuausrichtung ist die Stärkung der operativen Tätigkeit. Diese will man unter anderem erreichen durch die Schaffung eines einheitlichen Berufsbilds und durch die Bündelung der operativen Kräfte in einem einzigen Direktionsbereich. Das neue Berufsbild löst die bisherigen Berufe GrenzwächterIn sowie Zollfachfrau / Zollfachmann ab, wie wir hier berichtet haben: Neuer Studiengang Fachspezialist Zoll- und Grenzsicherheit wegen Änderungen durch DaziT bei der Eidgenössischen Zollverwaltung.
    Der neue Direktionsbereich Operationen umfasst die heutigen Einheiten ZOLL und Grenzwachtkorps (GWK) bzw. die heutigen Zollkreise und Grenzwachtregionen. Für diesen wichtigen Bereich, der ab 1. Januar 2021 in Kraft treten soll, wurde Michaela Schärer im Jahr 2020 als „Chefin des Direktionsbereichs Operationen“ ernannt.
    Der Weggang von Frau Schärer ist aus unserer Sicht somit ein Rückschlag auf dem Weg der Transformation der Zollverwaltung hin zum Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG).