• Markus Eberhard Markus Eberhard 07.05.2019 | Allgemein

    Milliardenverluste in der EU wegen Mehrwertsteuer­karussellen

    Nicht nur beim Zoll wird getrickst und mehr, sondern auch beim „Bruder“ Mehrwertsteuer. Dort betrügen Kriminelle die EU jährlich um rund 50 Milliarden Euro. Auch aus der Schweiz heraus mit der sogenannten Mehrwertsteuer­karussell-Methode.
    Ein Karussell? Das klingt zuerst einmal harmlos. Doch im Fall des Mehrwertsteuer­karussells ist es ein Verbrechen. Es handelt sich dabei um organisierte banden­mässige Kriminalität und Geldwäscherei. Betrugssumme: rund 50 Milliarden Euro und damit noch einiges höher als die Summen bei Zollvergehen. Dieses Geld geht schätzungsweise den Ländern der Europäischen Union durch Mehrwertsteuer­karusselle jedes Jahr verloren. Dies entspricht rund einem Drittel des jährlichen EU-Budgets; im Jahr 2017 betrug dieses 157,9 Milliarden Euro.
    Es geht um Schein­firmen, Schein­geschäfte, undurchsichtige Handelskreise – und um viel Geld. Dieses fliesst unter anderem in den luxuriösen Lebensstil von Draht­ziehern und Investoren des Betrugs – und mutmasslich auch in die Finanzierung von Terror. Und die Schweiz ist involviert. Das digitale Magazin Republik hat dazu einen sehr interessanten Bericht verfasst, der sich schon fast wie ein Krimi liest!