Markus Eberhard Markus Eberhard 01.09.2020 | Allgemein

    Projekt DaziT bereitet den Mitarbeitenden der Eidg. Zollverwaltung EZV grosse Bauchschmerzen

    Das Grosspojekt DaziT der EZV ist noch nicht einmal in der Hälfte der vorgesehenen Projektlaufzeit angelangt und schon kommen Berichte hoch, wonach die Mitarbeitenden der Eidgenössischen Zollverwaltung grosse Sorgen Plagen. So sollen sich unter anderem gemäss einer Umfrage von „transfair“ über 80 Prozent nicht oder nur teilweise genügend über die anstehenden Änderungen für die Zollverwaltung und ihren Beruf informiert fühlen.
    Transfair ist der Personalverband für Arbeitnehmende aus den Branchen Post/Logistik, Communication, Öffentlicher Verkehr und eben Öffentliche Verwaltung. Zwischen Januar und März 2020 hat der Verband die Meinung des EZV-Personals zu aktuellen und drängenden Fragen abgeholt, wobei sich über 300 Personen beteiligt und klare Aussagen gemacht haben. Nebst dem bereits gemeldeten Umstand, dass sich das Personal nicht genügend informiert fühlt, machen sie sich vor allem auch Sorgen wegen Veränderungen bei der Arbeitssituation und beim Berufsbild. Über ein Drittel geht davon aus, dass sich DaziT in diesen Bereichen für sie negativ auswirken wird. Folgende Befürchtungen wurden konkret genannt:

    • Verlust der beruflichen Identität
    • Qualitätsverlust bei der Arbeit
    • Verschlechterung der Arbeitsbedingungen unter anderem aufgrund von Nacht- und Wochenendarbeit
    • drohende Lohneinbussen
    • Arbeitsplatzverlust

    Es scheint, dass gewisse Kreise der EZV sich zwar transformieren wollen, dabei aber viele ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verlieren oder abhängen. Und die Corona-Krise hat sicher nicht zu einer Verbesserung geführt, im Gegenteil, das war und ist eine schwierige Zeit für die Mitarbeitenden der Zollverwaltung. Durch die Grenzschliessung waren sie an vorderster Front mit den Auswirkungen dieser Krise konfrontiert. Am Sozialpartnertreffen mit der EZV hat der Personalverband das Thema deshalb vorgebracht. Die EZV begrüsst diese Initiative und ist im Grundsatz damit einverstanden. Es werden nun Gespräche zwischen den Personalverbänden und der EZV dazu stattfinden. Auf die Verantwortlichen wartet somit viel Arbeit.