• Markus Eberhard Markus Eberhard 05.01.2019 | Allgemein

    Schmuggel von Klavieren nach Deutschland flog auf wegen aufmerksamen Zollbeamten

    Dieser Fall ist schon weit mehr als ein „Kavaliersdelikt“: Zwei Männer versuchten aus der Schweiz bei Bad Zurzach AG insgesamt 21 gebrauchte Klaviere nach Deutschland zu schmuggeln. Die Klavier-Schmuggler waren am Sonntag bei der Einreise nach Deutschland am Zollamt Rheinheim direkt gegenüber Bad Zurzach AG aufgegriffen worden. Bei der Befragung gaben sie an, sieben gebrauchte Klaviere geladen zu haben, wie das Hauptzollamt Singen am Freitag mitteilte.
    Die Zöllner machten die beiden darauf aufmerksam, dass für die Importabwicklung der Klaviere Zollpapiere erforderlich wären. Die zwei Männer aus Osteuropa gaben sich einsichtig und wollten sich diese umgehend in der Schweiz besorgen. Sie drehten mit ihrem Fahrzeug um – und liessen die Beamten mit einem unguten Bauchgefühl am Zollamt zurück. Nur eine Stunde später bestätigte sich der Verdacht: Als die Beamten, an der von den Männern genannten Lieferadresse in Deutschland vorbeifuhren, trafen sie die Beiden mit den sieben Klavieren wieder an. Die erforderlichen Zollpapiere für die Waren konnten sie nicht vorlegen und es stellte sich heraus, dass sie bereits 14 weitere nach Deutschland verbracht hatten.
    Wegen des Nichtanmeldens von insgesamt 21 gebrauchten Klavieren im Wert von 10’000 Euro wurde gegen die beiden Männer ein Strafverfahren eingeleitet. Die Einfuhrabgaben und die Sicherheitsleistungen für die zu erwartenden Geldstrafen betragen insgesamt 2500 Euro.