Trotz Freihan­dels­ab­kommen ist der Marken­schutz für Schweizer Firmen in China schwierig

Allgemein, Compliance
27.01.2019 von Markus Eberhard

Obwohl das geistige Eigentum sogar im Freihandelsabkommen China – Schweiz explizit aufgeführt ist, brauchen Schweizer Unternehmen einen langen Atem, um ihre Marken in China zu schützen. Dieses Land ist Innovationsmotor und Fälscherstube zugleich, meint Felix Addor, stellvertretender Direktor beim Eidgenössischen Institut für geistiges Eigentum. Er kennt den Markt seit 15 Jahren und unterhält einen engen Austausch mit China.
Fälschungen aus China treffen längst nicht mehr nur ausländische Firmen, sondern inzwischen auch chinesische: Firmen aus China werden selber zu Opfer von Fälschungen. Denken wir an Huawei, ein innovatives Smartphone-Unternehmen, oder an Pharma-Firmen.
Im Gegensatz zu anderen Staaten verfügt die Schweiz seit 2014 über ein Freihandelsabkommen mit China. Darin ist sogar der Schutz des geistigen Eigentums umfassend geregelt. Aber selbst damit bleibe es schwierig, in China gegen Fälschungen und die Hintermänner vorzugehen, klagen Schweizer Unternehmen: Es sei aufwändig, teuer und kompliziert.

Quellenangaben

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