Markus Eberhard Markus Eberhard 31.07.2019 | Allgemein

Trump meint, dass Stärke des Dollars die US-Exporteure benachteiligt

Für jedes Land ist die Stärke der eigenen Währung ein Problem für die einheimischen Exporteure. So ist nicht verwunderlich, dass US-Präsident Donald Trump öffentlich darüber nachdenkt, wie er den Dollar schwächen könnte.
Aus Schweizer Sicht ist diese Debatte interessant, weil eine Abschwächung des Dollars konträr zur Absicht der Schweizer Nationalbank steht, den Aufwärtstrend des Frankens zu bremsen. Am Montag veröffentlichte Zahlen deuten darauf hin, dass die Nationalbank jüngst auf dem Devisenmarkt intervenierte.
Mit der Schwächung des Frankens steht der Nationalbank ein Balanceakt bevor, denn das US-Finanzministerium wacht mit Argusaugen darüber, wer seine Währung schwächt und führt eine entsprechende Liste. Von dieser war die Schweiz erst vor zwei Monaten entfernt worden, auch weil das Finanzministerium in Washington festhielt: «Die Interventionen der Nationalbank sind seit Mitte 2017 sehr bescheiden.»