• Markus Eberhard Markus Eberhard 05.06.2019 | Allgemein

    Westliche Unternehmen - inklusive Schweizer - erwägen den Wegzug der Produktion aus China

    Nun ist es also soweit, dass amerikanische, europäische und darunter auch manche Schweizer Unternehmen in China die Folgen der amerikanischen Strafzölle spüren und gezwungen sind, zu reagieren. Dabei haben die grösseren Konzerne Vorteile, weil sie mehr Möglichkeiten haben.
    Viele westliche Firmen haben in den letzten Jahren Milliarden in den Aufbau von Produktionskapazitäten in China investiert und sind zufrieden damit. Doch US-Präsident Donald Trump durchkreuzt mit seinen Plänen inzwischen die Freude,  denn die Ausfuhren aus den chinesischen Werken in die USA sollen mit Straf-Zöllen belegt werden. So müssen Europäische Firmen, wie z.B. der Maschinenbauer Krauss-Maffei in München, zu dem auch unser Kunde Netstal-Maschinen AG gehört, nun umdisponieren. «Durch unsere globale Aufstellung können wir das aber gut kompensieren», sagt ein Sprecher, «zum Beispiel, indem wir verstärkt in München produzieren, mit Zulieferungen aus unserem Werk in der Slowakei.»
    Dabei ist Krauss-Maffei bei Weitem nicht das einzige ausländische Unternehmen, das wegen Trumps Strafzöllen auf chinesischen Ausfuhren neu planen muss. Auch Schweizer Firmen in China kämpfen mit den Folgen des Handelsstreits. «Wegen der US-Zölle auf Waren aus China disponieren einige Schweizer Unternehmen in China um», sagt Rudolf Minsch, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsleitung bei economiesuisse, «manche erwägen gar eine Verlagerung der Fertigung.» Betroffen seien vor allem Maschinenbauer und Hersteller von Präzisionsinstrumenten.