Wie österrei­chi­sche Grenzgänger mit Schweizer Arbeit­ge­bern die Krise erleben

Allgemein
16.04.2020 von Markus Eberhard
Erdkugel, um die Warenströme flitzen

Mehrere Tausend Österreicher pendeln täglich in die Schweiz zum Arbeiten, weil die Ostschweiz und das Vorarlberg wirtschaftlich eng verbunden sind. Die Coronakrise hinterlässt auch in dieser Beziehung ihre Spuren, da die Grenze zur Schweiz durch das Grenzwachtkorps des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) rigoros gesichert wird.

Die NZZ hat sich für diese Reportage an das Zollamt Höchst an der österreichisch-schweizerischen Grenze begeben. Normalerweise herrscht an diesem ein emsiges Treiben ohne grosse Kontrollen, da diese 2008 zwischen den beiden Schengen-Staaten abgeschafft wurden. Seit rund einem Monat ist aber vieles anders und die Personenkontrollen sind wieder ein Thema – auf beiden Seiten.

Staatsbürger aus der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein dürfen nur noch dann nach Österreich einreisen, wenn ein ärztliches Gesundheitszeugnis bescheinigt, dass sie nicht mit dem Coronavirus infiziert sind. Ausnahme sind die Berufspendler und auch der Warenverkehr rollt ohne grosse Einschränkungen. Umgekehrt pendeln mehr als 7500 Vorarlberger in die Schweiz, weil auch viele unserer Kunden Leute aus Österreich beschäftigen. So stammt z.B. rund ein Viertel der Belegschaft des international tätigen Ostschweizer Technologiekonzerns SFS aus Grenzgängern.

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