Markus Eberhard Markus Eberhard 21.01.2019 | Allgemein

Zollverwaltung fällt wichtigen Entscheid in Richtung Transparenz beim Import von Gold

Die Schweiz mit ihren Goldraffinerien im Kanton Tessin ist weltweit der wichtigste Standort zur Verarbeitung dieses edlen Metalls. Doch schweigen sich die Raffinerien aus, woher denn das Gold kommt. Und die Eidg. Zollverwaltung (EZV) hat die Daten bisher auch unter Verschluss gehalten, was immer wieder kritisiert wurde in Teilen der Öffentlichkeit, die immer wieder mehr wissen wollte über die Goldherkunft. Doch nun hat die Verwaltung einen wichtigen Entscheid für mehr Transparenz gefällt.
In einem zehnseitigen ­Papier, das dem SonntagsBlick vorliegt, kommt die EZV zum Schluss: Die Daten über die Herkunft des Goldes sollen offengelegt werden. Nach einem langen Vorspiel und Vermittlung des Eidgenössischen Datenschutzbeauftragten beugte sich die Zollverwaltung noch einmal über ihre Praxis und kommt zum Schluss, dass sie die Daten nun doch offenlegen will.
In ihrer Verfügung weist sie die Argumente der Goldschmelzer zurück und schätzt das öffentliche Interesse an der Herkunft des Goldes höher ein.
Noch können die betroffenen Goldraffinerien aber den Entscheid der Zollverwaltung vor dem Bundesverwaltungsgericht anfechten. Die Verfügung ist noch nicht rechtskräftig

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