Das umstrit­tene «Swissness Gesetz»: Jüngstes Opfer ist die Uhrenfirma Marlox

Compliance
18.10.2019 von Markus Eberhard

Schon im Vorfeld waren die Kriterien für das «Swiss-Made-Label» im Vernehmlassungsverfahren sehr umstritten und die Kritiken reissen auch nach Inkraftsetzung nicht ab. Jüngstes Beispiel ist die Einstellung der Geschäftstätigkeit der ehemaligen Uhren(vertriebs)Firma Marlox AG. Sie beschäftigte zu Spitzenzeiten über 50 Mitarbeiter und gehörte zum Teil den Bernheim-Brüdern. Zurzeit befindet sich das Unternehmen in Liquidation, nachdem 2017 die Geschäftstätigkeit eingestellt wurde.
Als einen Grund für den Niedergang der Firma nennt Ronnie Bernheim das verschärfte «Swissness-Gesetz», das 2017 in Kraft trat. Dabei geht es um das sogenannte «Swiss made» Label: Uhren mit diesem Gütesiegel können teurer verkauft werden als solche ohne. Nachdem zuerst die Produktion aus Kostengründen aus der Schweiz nach Hong Kong ausgelagert wurde und man sich auf den Vertrieb konzentrierte, gingen die Umsätze in der Folge aber so zurück, unter anderem auch weil diesen, nun in Hong Kong produzierten Uhren, das «Swiss made» Label fehlte. Das führte schlussendlich zum Entscheid der Geschäftsaufgabe.

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