Markus Eberhard Markus Eberhard 01.10.2019 | Compliance

Der Kampf ums Schweizerkreuz: Wie ausländische Marken Swissness vortäuschen

Das Schweizerkreuz ist auch im Ausland beliebt und ein Zeichen für Qualität, Zuverlässigkeit und Langlebigkeit. Produkte, die das Schweizerkreuz tragen, profitieren. Bis zu doppelt so viel Geld können Firmen wegen des Fähnchens für Produkte verlangen. Wer allerdings davon profitieren darf, ist streng geregelt. Ausländische Firmen missbrauchen das Schweizerkreuz oft, um ihr Image aufzupolieren.
Im Beitrag von SRF berichtet der Chef der Cilander AG aus Herisau, dass sie einen bis zu 20 Prozent höheren Preis dank des guten Rufs der Schweiz für ihre Produkte verlangen können. Bei Luxusgütern ist der Wert des Schweizerkreuzes teilweise sogar noch höher, wie Studien der ETH Zürich und der Universität St. Gallen zeigen. In der Uhrenindustrie können sich Firmen teilweise einen Swissness-Zuschlag von bis zu 50 Prozent erlauben.
Wer auf seinen Produkten einen Bezug zur Schweiz herstellen darf, ist im Schweizer Gesetz um die Markenregister genau geregelt. Das Swissness-Gesetz soll verhindern, dass die Marke Schweiz geschwächt wird, indem sich etwa Firmen mit dem Label Schweiz schmücken, obwohl keine “Schweiz drin” ist.

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