Export­lie­fe­rung von Brenntag Schwei­zer­hall AG nach Syrien sorgt für Aufsehen

Compliance
17.02.2019 von Markus Eberhard

Wir haben schon mehrmals in unseren Beiträgen darauf hingewiesen, dass eine korrekte Umsetzung der Exportkontrolle für Schweizer Exporteure sehr wichtig ist. Das hat die Firma Brenntag Schweizerhall AG anscheinend gemacht und nur deshalb bleibt es bei einem Entrüstungssturm von gewissen politischen Kreisen.
Die Firma aus Basel lieferte fünf Tonnen Isopropanol nach Syrien an eine Firma, die mit Assads Regime verbandelt ist. In der EU gab es damals schon Exportrestriktionen für die Substanz, nicht aber in der Schweiz. Die Lieferung wurde abgesegnet mit dem Stempel der Basler Handelskammer. Das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO, zuständig für Exportkontrollen, hatte nichts auszusetzen.
Brenntag hält deshalb fest: «Das Produkt Isopropanol wurde von Brenntag im Einklang mit dem geltenden Recht geliefert. Das Seco habe ihr bestätigt, dass der Export korrekt abgewickelt worden sei. Brenntag hat ein umfassendes Exportkontrollsystem, das sicherstellt, dass die jeweils anwendbaren nationalen und internationalen Exportvorschriften eingehalten werden.»
Wohl nur deshalb bleibt es beim medialen Aufschrei.

 

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