Markus Eberhard Markus Eberhard 06.07.2019 | Compliance

Plädoyer für Freihandelsabkommen mit Mercosur-Staaten wegen guter Margen

Gemäss dem für Lateinamerika zuständigen Korrespondenten der NZZ, Aleander Busch, sollte die Schweiz die Zeit nutzen, um die erst 2017 begonnenen Verhandlungen für ein Freihandelsabkommen zwischen dem Mercosur und der Efta ebenfalls zu Ende zu bringen.
Wie berichtet im Beitrag “Gute Analyse der NZZ zum Freihandelsabkommen EU – Mercosur: Was die grösste Freihandelszone der Welt bedeutet“, war die EU  schneller als die Schweiz bzw. die Efta. Bisher 7 Treffen gab es zwischen Vertretern der Efta und des Mercosur. In Brasilia und Buenos Aires war man vor Kurzem noch zuversichtlich, dass das Abkommen mit der Schweiz noch vor demjenigen mit der EU geschlossen werden könnte. Doch es ist anders gekommen. Folgende Gründe sprechen gemäss Herrn Busch vor allem für die Schweiz für einen schnellen Abschluss:

  • Von den vier Efta-Ländern ist die Schweiz der mit Abstand grösste Exporteur nach Südamerika: 86% der Efta-Exporte kommen aus unserem Land. Ohne ein Abkommen würden diese sinken, weil andere bessere Bedingungen haben.
  • Gemäss einer soeben veröffentlichten Umfrage von McKinsey, die im Auftrag des Bundesverbandes der Industrie in Deutschland gemacht worden ist, waren die Margen weltweit tätiger Konzerne in den Niederlassungen in Argentinien (18%) und in Brasilien (14%) viel höher als etwa diejenigen in Malaysia (11%) oder China (8%). Diese lukrativen Märkte sollte die Schweizer Industrie nicht aufs Spiel setzen.