Schweizer Kriegs­ma­te­ri­al­ex­porte mit rekord­ver­däch­tigen Ausfuhr­be­wil­li­gungen im 2019 deutlich gestiegen

Compliance, Export
04.03.2020 von Markus Eberhard

Je nach politischem Standpunkt sind das nun gute oder eben schlechte Nachrichten: Schweizer Firmen, darunter auch Kunden von uns, haben im letzten Jahr Kriegsmaterial im Wert von 728 Millionen Franken exportiert. Dies ist ein Zuwachs von 43 Prozent, währenddem die gesamten Warenausfuhren gemäss Aussenhandelsstatistik nur um drei Prozent angestiegen sind.
Die Exporte von Kriegsmaterial erreichten damit 2019 den zweithöchsten Wert seit 1983 (nicht inflationsbereinigt). Sie waren lediglich im Jahr 2011 mit 872,7 Millionen Franken noch höher gewesen. Diese starke Zunahme der ist gemäss Angaben des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO, insbesondere auf grössere Geschäfte mit den Ländern Dänemark, Rumänien und Bangladesh zurückzuführen.
So wurden unter anderem gepanzerte Radfahrzeuge im Wert von 150 Millionen Franken nach Dänemark und von 111 Millionen Franken an Rumänien geliefert. Grössere Geschäfte waren auch die Exporte von Munition und Munitionskomponenten nach Deutschland und von Flugabwehrsystemen inklusive Munition nach Bangladesh.
Im vergangenen Jahr wurden dem Seco insgesamt 2450 neue Gesuche für Ausfuhrbewilligungen unterbreitet. Davon wurden bis auf 12 Gesuche alle bewilligt. Rund die Hälfte der 2019 bewilligten Ausfuhren im Gesamtumfang von fast 3 Milliarden Franken gehen auf bereits früher bewilligte Geschäfte zurück.

Quellenangaben

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