Markus Eberhard Markus Eberhard 21.06.2020 | Compliance

    Schweizer Uhrenindustrieverband nennt Freihandelsabkommen zentral für weiteres Wachstum

    Die Schweizer Uhrenbranche exportiert in die ganze Welt, leidet aber zurzeit ebenfalls unter dem Einbruch wegen der Corona-Krise. Deshalb ist es für den Verband der Uhrenindustrie umso wichtiger, dass bestehende Freihandelsabkommen verbessert und neue geschlossen werden.
    Uhren tragen das Label «Swiss made» in die Welt hinaus:

    • 50 Prozent gehen nach Asien (insbesondere Hongkong, China und Japan)
    • rund 30 Prozent nach Europa und
    • 15 Prozent nach Amerika, vorwiegend in die USA

    Insbesondere ist das Wachstum seit der Jahrtausendwende in China beeindruckend, auch wenn die aktuellen Zahlen deutlich nach unten zeigen. Doch das Uhrengeschäft erlebte immer wieder stürmische Zeiten in Form von strukturellen Krisen wie in den Siebziger- und Achtzigerjahren sowie konjunkturelle Einbrüche wie 2008 bis 2009. Sowie in den Jahren 2015 bis 2016, wo die Geschäfte wegen des starken Frankens schlecht liefen. Insgesamt aber überzeugt die Branche, denn ihr Umsatz hat sich in den letzten 50 Jahren versiebenfacht. 2019 belief sich das Exportvolumen auf 21,7 Milliarden Franken.
    Für eine zukunftsträchtige Entwicklung muss die Branche noch mehr exportieren und neue Märkte erschliessen. Oder sie muss ihre Position ausbauen, wie etwa in Indien, Indonesien oder in den Mercosur-Staaten. Für den Verband ist die Optimierung der Rahmenbedingungen in diesen Regionen insbesondere mittels Freihandelsverträgen unverzichtbar. Denn diese sind für die vom Export abhängige Uhrenbranche überlebenswichtig. Es gehen zwar fast 80 Prozent der Exporte (s. oben) in Länder, mit denen solche Abkommen bereits bestehen (EU, China, Hongkong, Japan, Singapur, Südkorea, Mexiko usw.). Von den grossen Märkten fehlen derzeit nur die USA. Abkommen mit aufstrebenden Märkten wie Indien, Indonesien oder Mercosur würden es der Uhrenbranche aber wesentlich erleichtern, Fuss zu fassen und längerfristig zu wachsen.
    Wenn Sie wissen wollen, wie Ihr Unternehmen von Freihandelsabkommen profitiert und welche Voraussetzungen Sie dafür benötigen, empfehlen wir Ihnen den Besuch des Seminars & Webinars Präferenzieller Warenursprung. Oder nehmen Sie die Dienste der Zollberatung in Anspruch für individuelle oder zeitnahe Auskünfte.