Markus Eberhard Markus Eberhard 09.02.2019 | Compliance

Trotz Prüfung durch das SECO: Schweizer Waffen tauchen in Krisengebiet auf

In einem TV-Beitrag des deutschen Ausland-Senders «Deutsche Welle» zum Krieg in Jemen wurden Schweizer Waffen gezeigt. Es handelt sich dabei um Handgranaten der Schweizer Waffenschmiede Ruag. Die Handgranaten des Typs HG 85 werden von den Abu-al-Abbas Brigaden eingesetzt.
Die Handgranaten stammen vom bundeseigenen Waffenkonzern Ruag. Anhand der Seriennummer einer Granate habe das Unternehmen den Weg in den Jemen nachzeichnen können, berichtet das deutsche Nachrichtenmagazin «Der Spiegel». Das bei uns zuständige Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) hatte den Fall untersucht: «Wir bestätigen, dass das Seco im vom Journalistennetzwerk «Reporters for Investigative Journalism (ARIJ)», eine Anfrage erhalten hat», sagt das Staatssekretariat auf Anfrage. Es habe diese geprüft und keinen erneuten Verstoss gegen das Schweizer Kriegsmaterialgesetz festgestellt. Diese Ausfuhren unterstehen speziellen Bewilligungspflichten.