• Markus Eberhard Markus Eberhard 18.05.2020 | Compliance

    Wie weiter im Verhältnis Schweiz - USA? Schweiz soll Grossbritannien genau beobachten

    Das Verhältnis zwischen der EU und der Schweiz ist in der Zukunft nach wie vor ungeklärt und es stehen wichtige Abstimmungen und Entscheidungen noch dieses Jahr an. Umso mehr lässt ein Aufruf von Prof. Rolf Weder von der Uni Basel aufhorchen: Die Schweiz soll genau beobachten, was Grossbritannien im Verhältnis zu Amerika macht.
    Das Vereinigte Königreich profitiert von den durch den Brexit erlangten Freiheiten und verhandelt parallel auch mit den USA über ein Freihandelsabkommen. Professor Rolf Weder, der an der Universität Basel für Aussenwirtschaft und Europäische Integration zuständig ist, meint, dass London damit Richtung Brüssel das Signal aussendet, dass sie Alternativen haben. Auch die EU hatte einmal versucht, ein umfassendes Handelsabkommen – bekannt unter dem Zungenbrecher TTIP – mit Washington auszuhandeln, was aber nicht gelang wegen grossem öffentlichem Widerstand.
    Da auch die Schweiz schon lange ein Freihandelsabkommen mit den USA möchte, aber bisher immer am Widerstand vor allem der Bauern gescheitert ist, sei die Schweiz gut beraten, das Verhalten von Grossbritannien genau zu beobachten. Denn Weder ist überzeugt, dass sich ein Freihandelsabkommen mit den USA positiv auswirken würde. Er geht sogar soweit, sich zu überlegen, ob es für die Schweiz nicht von Vorteil wäre, sich einem allfälligen Abkommen zwischen den USA und dem Vereinigten Königreich, sofern ein solches zustande käme, anzuschliessen. Allenfalls über eine reformierte EFTA.
    Falls Sie mehr über die Vorteile eines Freihandelsabkommens mit den USA erfahren möchten, empfehlen wir Ihnen unser Seminar & Webinar Präferenzieller Warenursprung. Oder nehmen Sie die Dienste unserer Zollberatung in Anspruch.