5 Jahre ohne Euro-Mindest­kurs: So haben Schweizer Exporteure den Schock überlebt

Export
17.01.2020 von Markus Eberhard
Lkw, der aus der Schweiz nach Deutschland fährt an der Zollgrenze

Ein schwieriges Jubiläum steht an: Vor fünf Jahren hat die Schweizerische Nationalbank den Euro-Mindestkurs aufgegeben, worauf der für Exporteure so wichtige Devisenkurs um einen zweistelligen Prozentsatz nachgab. Das war ein Schock für die Exportwirtschaft.
In einem Beitrag vom SRF kommt der Geschäftsführer der Firma Christen Zahnradfertigung AG aus Herzogenbuchsee,  Daniel Arn, zu Wort. Die Firma Christen exportiert selbst zwar nur wenige ihrer Produkte selbst, sondern indirekt, indem ihre Produkte in die Maschinen von Schweizer Herstellern eingebaut werden und dann als Teil davon exportiert werden. Diese Hersteller meldeten sich umgehend und verlangten Euro-Rabatte. Deren Maschinen waren durch die EURO-Abwertung auf einen Schlag zehn Prozent teurer geworden.
Daniel Arn sah sich gezwungen, umgehend Massnahmen zu ergreifen. Da ein Stellenabbau für ihn nicht in Frage kam, hatte sich die GL entschieden, zwei Stunden pro Woche länger zu arbeiten. Unbezahlt notabene, damit das gleiche Personal mehr produzieren konnte. Dieser Ausnahmezustand galt für rund ein halbes Jahr. Gleichzeitig begann Arn, die Produktion weiter zu automatisieren und stellte vorerst Investitionen zurück. Damit setzte wie ein Kulturwandel ein, der stattfinden musste. Heute, sagt Arn, ist es eine Selbstverständlichkeit.

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