Markus Eberhard Markus Eberhard 28.05.2020 | Export

    «Brutaler Einbruch» bei den Unternehmen in der Solothurner Exportwirtschaft im April 2020

    Die von der Eidgenössischen Zollverwaltung jüngst veröffentlichen Zahlen zum Aussenhandel sind bekanntlich schweizweit schlecht ausgefallen, wie man das auch an den Aussenhandelsstatistiken gut erkennen kann. Als einer der wenigen Kantone veröffentlicht Solothurn, in dem wir einige Kunden haben, durch die Handelskammer „seine“ Zahlen separat.
    Diese zeigen, dass es der Solothurner Exportwirtschaft nach wie vor schlecht geht. Nachdem die Solothurner Handelskammer bereits Anfang Jahr von bescheidenen Ergebnissen, im März dann von ersten Rückgängen wegen Corona berichtete, ist nun von einem «brutalen Einbruch» im April die Rede. Gar vom Grössten seit dem Beginn der Messreihe vor 25 Jahren. Um 29,1 Prozent gingen die nominalen Ausfuhren gemäss den bisher veröffentlichten provisorischen Zahlen der EZV gegenüber dem Vorjahresmonat zurück – schweizweit waren es „nur“ 16,2 Prozent.
    Im Kanton habe die Corona-Krise «voll durchgeschlagen» und dabei besonders hart die Präzisionsindustrie (Präzisionsinstrumente, Uhren und Bijouterie) getroffen. In dieser Branche werden Einbussen von knapp 42 Prozent verzeichnet. Aber auch in den anderen Exportwarengruppen – mit Ausnahme von Nahrungs- und Genussmitteln – werden «deutliche Rückgänge» verzeichnet. Wie die Handelskammer zudem schreibt, gingen im April die Nachfragen aus allen Absatzmärkten zurück:

    • Ausfuhren nach Asien gingen um 27 Prozent zurück,
    • Jene nach Nordamerika um 28,5 Prozent
    • Nach Europa um 29,6 Prozent.

    Da können wir für unsere Kunden (und uns) nur hoffen, dass sich die Nachfrage bald wieder belebt und die Aussichten sich dadurch verbessern!