Markus Eberhard Markus Eberhard 30.03.2019 | Export

Bundesrat Parmelin will Freihandelsabkommen vorantreiben

Am Aussenwirtschaftsforum der Exportförderungsgesellschaft Switzerland Global Enterprise (S-GE) hatte Bundesrat Guy Parmelin seinen ersten grösseren öffentlichen Auftritt seit Amtsantritt im Januar. Er strich dabei die Bedeutung bilateraler Freihandelsabkommen für die Schweiz heraus und wünscht vor allem eine Fortsetzung der Gespräche mit den USA.
Etwa 80% des Schweizer Aussenhandels finden dank den zahlreichen Freihandelsabkommen unter bevorzugten Bedingungen statt. Käme eine Vereinbarung mit den USA zustande, stiege die Quote auf 95%.
Folgende Länder bzw. Ländergruppen erwähnte er:

  • USA:
    «Der Ball liegt jetzt in Washington», sagte Parmelin am Dienstag mit Blick auf die Bemühungen der Schweiz um ein Freihandelsabkommen mit den USA. Der amerikanischen Regierung liege eine Offerte aus Bern zur Fortführung sogenannter exploratorischer Gespräche vor. «Nun warten wir auf eine Reaktion», so Parmelin.
  • China:
    Das bestehende Freihandelsabkommen möchte er aktualisieren. Vor allem will die Regierung bei allfälligen Gesprächen über eine Weiterentwicklung des Abkommens auf einen leichteren Zugang zum chinesischen Markt für Schweizer Finanzdienstleister drängen.
  • Mercosur-Staaten
    Bereits sieben Gesprächsrunden zum Freihandelsabkommen haben die Schweiz und die Mercosur-Staaten Südamerikas geführt. Konstruktiv seien die Verhandlungen, an manchen Stellen geht es aber nur schleppend voran.
  • Weitere Märkte bzw. Länder
    Ein weitere Fokus ist der Blick nach Asien. Zurzeit führt die Schweiz Gespräche über Handelsabkommen mit folgenden Ländern:
    – Indien
    – Malaysia
    – Vietnam
    – Japan (Dieses Freihandelsabkommen soll soll aufdatiert werden, da die EU seit Kurzem auch eines abgeschlossen hat mit Japan)
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