• Markus Eberhard Markus Eberhard 21.02.2020 | Export

    Exporte der Schweiz nach China erleiden einen Einbruch im Januar 2020

    Im Januar 2020 hat es ein Drittel weniger Exportsendungen aus der Schweiz nach China gegeben. Es ist zu vermuten, dass dies auch mit unterbrochenen Lieferketten aufgrund des Coronavirus zu tun hat.
    Nachdem der letzte Monat, der Dezember 2019 noch erfolgreich war – die Lieferungen nach China hatten um 13,8 % zugelegt – zeigen sich im Warenaustausch mit dem grössten asiatischen Handelspartner somit erste Bremsspuren. Es ist vor allem diesem Land zuzuschreiben, dass im Januar auch das Gesamtergebnis mit Asien insgesamt ins Minus rutschte mit einem Rückgang der Exporte um 0,5 %. An diesem schlechten Ergebnis vermochten auch die Exportanstiege in Länder wie Japan, Singapur, Südkorea und Indien nichts zu ändern.
    Es ist klar, dass einzelne Monatsdaten nicht überbewertet werden sollten. Insbesondere Chinas Wirtschaftsdaten für Januar und Februar sind aufgrund des chinesischen Neujahrsfestes immer starken Schwankungen und Verzerrungen aus­gesetzt. Ent­sprechend vorsichtig muss man auch sein bei der Beurteilung des jüngsten Einbruchs. Was aber auffällt, ist der Umstand, dass der besonders betroffene Pharmasektor in aller Regel recht konjunkturresistent ist und vergleichsweise wenig nachgibt auch bei einer Rezession. Entsprechend kommen Beobachter zur Schlussfolgerung, dass der Rückgang des China-Handels nicht primär ein konjunkturelles Problem wiedergibt, sondern mit dem Unterbruch von Lieferketten aufgrund des Coronavirus zu erklären ist.
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