Markus Eberhard Markus Eberhard 20.05.2020 | Export

    Trotz Wirtschaftseinbruch in USA glaubt Martin Naville nicht an dramatische Folgen für Schweizer Exportindustrie

    Der US-Notenbankchef,  Jerome Powell, hat gestern verlauten lassen, dass die Wirtschaft in Amerika im laufenden Quartal um bis zu 30 Prozent einbrechen könnte. Mit entsprechenden Auswirkungen auf jene Länder, welche Waren in die USA exportieren. Trotzdem glaubt Martin Naville nicht an dramatische Folgen für die Schweizer Exportindustrie.
    Er ist seit 2004 CEO der Schweizerisch-Amerikanischen Handelskammer. In dieser Funktion bemüht er sich um gute Wirtschaftsbeziehungen zwischen den beiden Ländern und kennt die Verhältnisse beider Staaten ausgezeichnet. In einem aktuellen SRF-Interview geht er auf die Probleme der US-Wirtschaft ein und bestätigt, dass dadurch auch Länder, die in die USA exportieren, leiden werden. Wobei er vor allem asiatische Exportländer unter dem Wirtschaftseinbruch in den USA leiden sieht. Weil diese vor allem Konsumgüter (Kleider, Elektronikprodukte, Sportartikel) herstellen, die in einer Krise weniger gefragt sein werden von den Amerikanern.
    In Bezug auf die Schweiz merkt er an, dass die USA im ersten Quartal 2020 erstmals der grösste Exportmarkt für Schweizer Produkte waren. Fast die Hälfte der Exporte betraf den Pharma- und Chemiebereich, der kaum mit einem grossen Rückgang rechnen muss. Die Schweizer Hersteller von Präzisionsinstrumenten und -maschinen werden hingegen einen gewissen Rückgang spüren. Doch keineswegs in dem dramatischen Umfang, wie das die asiatischen Kleider- und Elektronikexporteure spüren werden. Alles in allem werden die Schweizer Exporte in die USA deshalb wohl nicht dramatisch zurückgehen.
    Umso wichtiger wird es für Schweizer Exporteure deshalb sein, die Exporte effizient abzuwickeln, wo wir Sie im Rahmen der Zollabwicklung maximal unterstützen.