Protek­tio­nismus vs. Freihandel: Eine Frage der Branche in der Schweiz

Export
10.12.2018 von Markus Eberhard

Je nachdem, welchen Branchenvertreter man fragt, sind Freihandelsabkommen ein Fluch oder eben ein Segen. Für Meinrad Pfister, Präsident der Schweizer Schweineproduzenten Suisseporc, ist das erstere der Fall. Je nachdem, wie so ein Freihandelsabkommen ausgestaltet sein wird, könnte dann nämlich in grossem Stil billiges Schweinefleisch in die Schweiz gelangen – etwa aus Brasilien. Das wäre ein Problem für die Branche, so Pfister: «Mercosur-Länder haben praktisch keine Vorschriften beim Tierschutz und sehr billiges Futter, da sind wir unmöglich konkurrenzfähig.»
Ganz anders tönt es bei Fromarte, dem Dachverband der Schweizer Käseproduzenten. Deren Präsident Hans Aschwanden wünscht sich mehr Freihandel. Für die Käsebranche wäre es eine Chance, mehr im Ausland verkaufen zu können. Anders als die Schweineproduzenten haben die Käser bereits reichlich Erfahrung im Export gesammelt. Seit 2007 wurden die Grenzen zur EU schrittweise geöffnet.

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