Trotz Interna­tio­naler Abkommen gibt es Missbrauch bei Abfallexporten

Export
25.06.2019 von Markus Eberhard

Bericht über ein Geschäft, das im wahrsten Sinne des Wortes stinkt: Trotz Internationaler Abkommen zur Regulierung des grenzüberschreitenden Abfallverkehrs passieren Missbräuche und dabei mischen auch Schweizer Firmen mit.
Besonders betrüblich: Wie das im Artikel erwähnte Beispiel von Citron zeigt, folgt auch der regulierte Handel mit Sondermüll unter hochentwickelten Industrieländern seinen eigenen Gesetzen. Auf die Frage, weshalb die Schweiz die Sondermüllexporte nach Le Havre trotz der zahlreichen Warnsignale lokaler Umweltinspektoren über Jahre hinweg zugelassen hatte, antwortet das zuständige Bundesamt für Umwelt BAFU: «Das Bafu hat die Anlage aufgrund von angeforderten Do­kumenten und Nachweisen sowie Audits vor Ort laufend beurteilt. Die Ausfuhr von Abfällen, die aus der Sicht des Bafu bei Citron nicht umweltverträglich behandelt werden konnten, wurde nicht bewilligt. Die übrigen Abfälle wurden gemäss den Auflagen des Bafu entsorgt.»
Damit ist die Schweiz ihren Pflichten im Rahmen der geltenden Basler Konvention formell exakt nachgekommen. Das Umweltdebakel am Atlantik wurde trotzdem wahr. Nicht nur hat die Basler Konvention die fehlgeleiteten Müllexporte nicht verhindert, vielmehr hat sie diese sogar legitimiert!
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Quellenangaben

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