Über die Hälfte der Basler Exporte seien für die EU bestimmt

Export
16.03.2019 von Markus Eberhard

Aus der vor einer Woche vorgestellten Analyse von Avenir Suisse zu den Beschäftigtenzahlen dank EU-Exporten werden weitere Details verwendet, um den eigenen Standpunkt zu untermauern. So wirbt neuerdings die Basler Regierung damit: «Die bilateralen Verträge Schweiz-EU tragen massgeblich zum Erfolg und zur Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Wirtschaft bei». Diese Aussage entstand als Antwort auf eine Anfrage von Grünen-Grossrat Jürg Stöcklin für das umstrittene Rahmenabkommen.
Gemäss der Analyse von Avenir Suisse seien über die Hälfte der Basler Exporte für die EU bestimmt. Demnach hing 2016 in Baselland mehr als jeder zweite Arbeitsplatz ganz direkt an der Möglichkeit, dank der bilateralen Verträge eine vereinfachte Exportabwicklung durchführen zu können. In Zahlen: Insgesamt 78’000 Beschäftigte arbeiteten in Branchen, die einen Grossteil ihrer Produkte oder Dienstleistungen auf dem europäischen Markt anbieten. Das entspricht 53 Prozent aller Jobs im Kanton, wie der «Blick» vorrechnet. Das Baselbiet nimmt damit schweizweit den Spitzenplatz ein.
Mit einigem Abstand landet Basel-Stadt auf dem zweiten Platz. Hier waren 2016 total 57’000 Beschäftigte von der EU abhängig – immerhin noch rund 30 Prozent aller Jobs im Kanton. Das ist immer noch deutlich über dem nationalen Durchschnitt. Gemäss Avenir Suisse sind landesweit insgesamt 860’000 Jobs betroffen, was unter dem Strich einen Anteil von 16,8 Prozent ausmacht. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Kantonen sind dabei eklatant: Am Ende der Rangliste befinden sich Bern, Nidwalden, Appenzell-Innerrhoden und Zürich, wo nur gut jeder zehnte Arbeitsplatz direkt am EU-Binnenmarkt hängt.

 

Quellenangaben

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