Wie der Brexit Schweizer Pharma Importe und Exporte verändert

Export, Import
10.03.2019 von Markus Eberhard
Lkw, der in die Schweiz reinfährt am Zoll

Im Vorfeld des Brexits vermeldet die Zeitschrift Bilanz einige markante Änderungen in den Import- / Exportzahlen von Pharmaprodukten. So sind die Exporte von Schweizer Pharmaprodukten nach Grossbritannien 2018 eingebrochen, während die Importe markant zulegten.
Die mittels Exportabwicklung ausgeführten Sendungen der Schweizer Pharmaindustrie ins Vereinigte Königreich haben sich 2018 im Vergleich zum Vorjahr wertmässig praktisch halbiert (-48,8 %). Dies zeigt eine Analyse der Schweizer Aussenhandelszahlen der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV). Konkret ging der Export von pharmazeutischen Produkten nach Grossbritannien im Vergleich zu 2017 um 2,6 Milliarden Franken zurück. Gleichzeitig wurden 2018 im Vergleich zum Vorjahr fast dreimal mehr Schweizer Pharmaprodukte nach Holland exportiert. Selbst wenn es zufällig sein mag, fällt doch auf, dass der Wertzuwachs der Exporte in die Niederlande mit 2,6 Milliarden Franken fast identisch ist mit den Exportverlusten nach Grossbritannien.
Auf der anderen Seite zeigt sich bei den mittels Importabwicklung eingeführten Sendungen ein komplett anderes Bild. Hier stiegen die Importe der chemisch-pharmazeutischen Industrie aus Grossbritannien um 46,6 Prozent respektive 1,1 Milliarden Franken. Für den Zuwachs sind insbesondere die um 860 Millionen Franken gestiegenen Importe von organischen Roh- und Grundstoffen verantwortlich.
Die Bilanz stellt dazu eine These auf, was die Hintergründe für diese Verschiebungen sein mögen!

Quellenangaben

Ähnliche Newsbei­träge