Markus Eberhard Markus Eberhard 04.03.2019 | Export

    Wie sich Schweizer Exporteure für einen harten Brexit rüsten

    Kurz vor Ende dieses Monats verlässt das Vereinigte Königreich die EU. Ob sich das Land und die EU bis dahin auf einen Deal geeinigt haben, ist ungewiss. Für Schweizer Unternehmen hat das Datum dennoch an Schrecken verloren. Der Grund ist, dass die Schweiz vor zwei Wochen ein Handelsabkommen abgeschlossen hat. Da das darin untergebrachte Freihandelsabkommen die heutigen Regeln fortschreibt, dürfte der direkte Handel zwischen der Schweiz und Grossbritannien kaum beeinträchtigt werden.
    Anders sieht die Lage aus bei einem „harten Brexit“, also einer ohne Abkommen. Dieser würde viele Schweizer Unternehmen treffen. Etwa jene, die in Grossbritannien produzieren und Güter in die EU exportieren – oder solche, die Vorprodukte für britische Werke aus Europa beziehen. Einigen sich Grossbritannien und die EU nicht auf einen Deal, würden auf diesen Handelsströmen wieder Zölle anfallen. Offen ist zudem, wie schnell die britischen Behörden diese Zollabwicklung – eine für sie neue Aufgabe – vornehmen könnten. Etliche Unternehmen befürchten lange Verzögerungen und folglich Lieferengpässe.
    Die „Finanz und Wirtschaft“ hat bei börsenkotierten Firmen nachgefragt, wie sie sich dafür vorsehen.