Markus Eberhard Markus Eberhard 02.05.2019 | Import

Einkaufstourismus beschäftigt Schweizer und Deutsche Politik

Auch wenn mehr als 8 Prozent weniger Deutsche Ausfuhrscheine für Schweizer Einkaufstouristen ausgestellt wurden im 2018 wurden, so ist das Thema noch lange nicht vom Tisch. Und das sowohl in Deutschland, als auch in der Schweiz nicht. Im Mai wird der Bundesrat einen Bericht zum Einkaufstourismus vorlegen. Das Thema beschäftigt auch den deutschen Finanzminister. Ostschweizer Parlamentariern und Detailhändlern ist die Wertfreigrenze ein Dorn im Auge.
In der Schweiz gibt es mittlerweile eine ganze Reihe an Motionen im Nationalrat, wie das Problem “gerecht” gelöst werden könnte. So haben sich verschiedene Parlamentarier mit unterschiedlichen Vorstellungen zu Wort gemeldet.
Auf der Deutschen Seite kam aus dem Grenzland Baden-Württemberg in den vergangenen Jahren mehrfach die Forderung, Schweizern die Mehrwertsteuer erst ab einem Einkauf von 50 Euro zurückzuerstatten. Derzeit lässt Finanzminister Olaf Scholz prüfen, ob die Mehrwertsteuer bei der Ausfuhr in die Schweiz in Zukunft nur noch ab 175 Euro erstattet werden könnte. Vehementer Gegner dieser Idee ist dort allerdings die Industrie- und Handelskammer (IHK) Hochrhein-Bodensee. Sie fordert stattdessen die beschleunigte Entwicklung und Anwendung eines digitalisierten Verfahrens bei der Ausfuhr.

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