Markus Eberhard Markus Eberhard 06.04.2019 | Import

EZV meldet mehr als 8000 Verstösse gegen das Waffengesetz wegen illegalem Import

Im Jahre 2015 verzeichnete die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) noch etwas über 4’000 Verstösse gegen das Schweizer Waffengesetz – letztes Jahre (2018) hat sich diese Zahl praktisch verdoppelt. Den grössten Teil davon machen Klapp-, Wurf- und Schmetterlingsmesser, Schlagstöcke und Elektroschockgeräte aus, die illegal in die Schweiz importiert wurden.
Die verbotene Ware gelangt meist über den Luftweg in handlichen Couverts getarnt und kleinen Paketen, die maximal zwei Kilogramm schwer sind. Deklariert werden sie von den ausländischen Lieferanten harmlos als «Spielzeug» oder «Taschenlampe».
Seit der Zoll anfangs Jahr mit Schwerpunktkontrollen begonnen hat, ist die Ausbeute markant gewachsen. Eine Zollexpertin der EZV bestätigt, dass in diesem Februar 400 Sendungen konfisziert wurden gegenüber 80 im letzten Februar. Die Empfänger erhalten dann dicke Post – von der Justiz. Die Luzerner Staatsanwaltschaft etwa warnt ausdrücklich vor illegalen Waffenimporten. Delinquenten drohen Bussen, Geldstrafen, Gebühren und bei einem Schuldspruch ein Eintrag ins Strafregister.