Gibt es die Deutsche Mehrwert­steuer-Rückerstat­tung bald nur noch bei Einkäufen ab 175 Euro?

Import
22.04.2019 von Markus Eberhard

Auch wenn Mehr als 8 Prozent weniger Deutsche Ausfuhrscheine für Schweizer Einkaufstouristen ausgestellt wurden im 2018, so besorgen nach wie vor viele Schweizer ihre Einkäufe im grenznahen Ausland, vor allem in Deutschland.
Nach erfolgten Einkäufen warten sie dann an der Grenze auf den Stempel der Beamten für ihre grünen Zettel. Nur so kommen Schweizer Einkaufstouristen bei ihrer nächsten Einkaufsrunde in die Läden auf der anderen Seite der Grenze wieder an ihre Mehrwertsteuer. Dieser Deal lohnt sich seit Jahren für viele Beteiligte: Schweizer können so je nach Grösse des Einkaufs eine ganze Menge Geld sparen. Und den deutschen Läden beschert die Kundschaft aus der Schweiz ein gutes Geschäft.
Weniger Freude hat hingegen der deutsche Fiskus. Dem Staat entgehen so nicht unerhebliche Einnahmen. Zudem ist mit dem Rückerstattungssystem selbst für Kleinstbeträge ein grosser Aufwand verbunden. Allein beim Hauptzollamt Lörrach wurden laut «Badischer Zeitung» im Jahr 2017 über 6 Millionen Ausfuhrbescheinigungen bearbeitet. Gemäss Zollgewerkschaft sind dafür 130 Mitarbeiter notwendig.
Auch deshalb wird in Deutschland der Ruf nach einem Mindestbetrag für die Mehrwertsteuer-Rückerstattung  – einer sogenannten Bagatellgrenze – lauter. Das Bundesfinanzministerium prüft eine entsprechende Änderung im Auftrag des deutschen Bundestages. Zur Diskussion steht ein Mindestbetrag von 175 Euro, umgerechnet also rund 200 Franken.

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