• Markus Eberhard Markus Eberhard 01.03.2019 | Import

    Importe in die Schweiz - Verband des Schweizerischen Versandhandels (VSV) fordert Eingriffe

    Es ist kein Geheimnis mehr: Das Einkaufen im Internet wird bei Schweizer Konsumenten immer beliebter. Insbesondere die chinesischen Handelsplattformen erfreuen sich grosser Beliebtheit. Dies führt dazu, dass immer mehr sogenannte Kleinwarensendungen aus China in der Schweiz eintreffen. Nun fordert der Verband des Schweizerischen Versandhandels (VSV) daher ein Eingreifen des Gesetzgebers.
    Im letzten Jahr bestellten Schweizer Konsumenten online Waren im Wert von 9,5 Milliarden Franken. Das sind laut VSV 10 % mehr als im Vorjahr. Dem gegenüber steht der Schweizer Detailhandel, der insgesamt seit Jahren rückläufig ist. Der Umsatz im Online-Versandhandel wirkt dagegen seit Jahren wie ein Turbo.
    Dem Handel macht laut dem VSV-Präsident Kessler etwa die unterschiedliche Behandlung von inländischen und ausländischen Händlern in Bezug auf die Formate zu schaffen. Hierzulande gelte jede Sendung ab zwei Zentimetern Dicke und einem Gewicht von einem Kilogramm als Paket. Ein aufgepumpter Fussball mit einem Umfang von 36 Zentimetern gehe hingegen international als Brief durch. Dies habe einen substanziellen Einfluss auf die Versandkosten und somit auf die Konkurrenzfähigkeit, betonte Kessler. Aber auch die teils mutwillige Umgehung der Mehrwertsteuer oder die Verschleierung des Absenders sind dem Verband ein Dorn im Auge. Daher sei nun endlich ein Eingreifen des Gesetzgebers notwendig. Der VSV fordert vor allem Massnahmen zur Einhaltung der Mehrwertsteuer-Richtlinien, wie die seit anfangs Jahr verschärfte Praxis wegen Aufhebung der Mehrwertsteueruntergrenze, und der Deklarationspflichten sowie die Gewährleistung von Schweizer Sicherheitsstandards.