Markus Eberhard Markus Eberhard 05.04.2019 | Import

Mehrwertsteuer-Betrüger aus der Schweiz halten den deutschen Zoll auf Trab

Die Zahl der Vergehen von Einkaufstouristen aus der Schweiz bei der Mehrwertsteuer-Rückvergütung nehmen massiv zu: Insgesamt registrierten die beiden deutschen Hauptzollämter Singen und Lörrach mehr als 7’000 Verstösse gegen deutsches Gesetz. Diese wurden bei der Warenausfuhr an den Grenzübergängen in die Schweiz festgestellt. Diese Zahl ist vermutlich aber lediglich die Spitze des Eisberges.
Bei diesen Verstössen reicht die Spanne der Sanktionen von Verwarnungen bis hin zu hohen Bussgeldern, gemäss einem Sprecher des Hauptzollamts Singen. Dieses deckt die Grenzübergänge von Konstanz bis Bad Säckingen ab. Die Betrüger nutzten mehrheitlich die grossen Zollämter in Konstanz und Waldshut.
Das häufigste Vergehen besteht darin, die Deutschen Ausfuhrscheine abstempeln zu lassen, ohne im Besitz der darauf aufgeführten Waren zu sein. Diese Scheine können schon einmal von Landsleuten sein, die sie nicht benötigten und im Laden zurückliessen. Zudem gibt es auch Fälle von «vergessene Ausfuhrscheinen», wo Einkaufstouristen Wochen nach dem Einkauf in Deutschland die Scheine nachträglich abstempeln lassen wollten.

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