Markus Eberhard Markus Eberhard 18.06.2019 | Import

Zöllner stossen an der Grenze auf so viel undeklariertes Geld wie lange nicht mehr

Jahrzehntelang brachten besonders Deutsche Staatsbürger ihre Ersparnisse gerne in die Schweiz und verschwiegen dies oft dem Fiskus.
Das Bankgeheimnis für ausländische Kunden ist vor einigen Jahren gefallen und dank des automatischen Informationsaustausches können die Behörden auf Kontodaten zugreifen. Banken sollen nur noch ausländisches Geld annehmen, das nachweislich versteuert worden ist. Neue Zahlen aus Deutschland zeigen aber, dass es letztes Jahr ein “Revival” gegeben hat. Die Zahlen stammen u.a. vom Hauptzollamt Singen, das den Grenzbereich zwischen Bodensee und Bad Säckingen am Hochrein bewacht.
Im vergangenen Jahr stiessen sie auf Bargeld in der Höhe von 10,8 Millionen Euro, das illegal über die Grenze gebracht werden sollte. Fünfmal mehr als 2017 und so viel wie seit fünf Jahren nicht mehr. Wer an einer EU-Aussengrenze mehr als 10000 Euro dabei hat, muss dies beim Zoll anmelden. Neben Bargeld gilt die Deklarationspflicht auch für Wertschriften, Goldmünzen und Checks. Barmittel nicht anzumelden, ist keine gute Idee. Fliegen solche Verstösse auf, werden sie mit einer Busse von 25 Prozent des mitgeführten Geldwerts geahndet. Handelt es sich um unversteuertes Vermögen, droht zusätzlich ein Strafverfahren.

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