finesolutions News

Aktuelle Infos rund um Zoll, Aussenhandel und die Digitalisierung davon

Bei finesolutions finden Schweizer Importeure und Exporteure aktuelle und relevante Zoll News aus verschiedenen Quellen! Wir begeben uns täglich auf die Suche, bereiten sie für Sie auf und informieren zeitnah über relevante Nachrichten, Verträge, Trends, Statistiken und vieles mehr rund um das Schweizer Zollwesen und die Zollverwaltung. Und berichten zudem auch über Neuigkeiten aus unserem Haus.

August 2020
    Markus Eberhard Markus Eberhard 03.08.2020 | FineSolutions

    Redaktionspause bis und mit 23. August 2020

    Wir danken Ihnen recht herzlich für den Besuch des Newsbereichs unserer Website, wo wir aktuelle Meldungen aus dem Zollbereich zeitnah aufbereiten und einstellen. Nachdem es schon in den letzten drei Wochen mangels relevanter Nachrichten ruhig geworden ist, macht unsere Redaktion nun auch eine Pause und verabschiedet sich in die Sommerferien.
    Am Montag, 24. August, werden wir unsere Arbeit wieder aufnehmen und Sie mit neuen und interessanten Nachrichten für Schweizer Importeure und Exporteure versorgen.
    Wir freuen uns, wenn Sie diesen Bereich dann wieder regelmässig aufsuchen und wünschen Ihnen bis dahin einen schönen Sommer und eine gute Zeit!
    Ihr Markus Eberhard

Juli 2020
Juni 2020
    Markus Eberhard Markus Eberhard 30.06.2020 | Allgemein

    Eindrückliche Zahlen von der Eidgenössischen Zollverwaltung für die Corona-Zeit

    Die Corona-Krise macht zumindest eine Pause nach mehr als 3 Monaten (Fast)Stillstand. Die Eidgenössische Zollverwaltung hat für diese bisher einmalig ausserordentliche Zeit einige interessante Zahlen veröffentlicht:

    • 2448 Personen wurden während der ausserordentlichen Lage beim Einkaufstourismus erwischt
    • 112’049 Personen wurden von den Schweizer Zollbeamten an einem der 7 noch offenen Grenzübergänge zurückgewiesen
    • Nur 16’854 Personen wurde die Einreise gewährt
    • Um bis zu 80 Prozent brach der grenzüberschreitende Personenverkehr ein
    •  130 kleinere Grenzübergänge wurden ab dem 16. März 2020 durch die EZV geschlossen
    •  8848 Personen wurden wegen „Verstosses gegen die Covid-Massnahmen“ mit einer Geldstrafe von 100 Franken gebüsst, wobei 2458 Fälle davon den Einkaufstourismus und verbotene Warenübergaben an der Grenze betrafen
    • 135’000 Anrufe und 30’000 Mails wurden während dieser Zeit beantwortet
    • Straftaten halbiert: Anstatt 27’125 wurden nur noch 15’400 Taten registriert
    • 50 Militärpolizisten und 1800 Soldaten der Armee unterstützen die EZV

    Nachdem der Bundesrat am 16. März die ausserordentliche Lage ausgerufen und gleichzeitig auch Einreisebeschränkungen erlassen hatte, wurden die meisten Grenzübergänge geschlossen und systematische Binnenkontrollen wieder eingeführt, sodass nur noch systemrelevante Personen einreisen durften. Dazu gehörten Personen, die sich in einer „Situation der äussersten Notwendigkeit“ befanden. Gleichzeitig kam der grenzüberschreitende Personenverkehr fast komplett zum Erliegen. Mittlerweile habe sich dieser wieder erholt und liege aktuell noch knapp zehn Prozent unter den Werten vor der Corona-Krise, liess die EZV verlauten.

    Markus Eberhard Markus Eberhard 28.06.2020 | Allgemein

    Die unrühmliche Vergangenheit der Schweizer Textilindustrie als eines der wichtigsten Handelszentren für Rohstoffe im 19. Jahrhundert

    Auf Swissinfo.ch ist ein interessanter Bericht erschienen zur früheren Rolle der Schweizer Textilindustrie, der ein weniger gutes Licht auf die damaligen Verhältnisse wirft. Wohl hatte unser Land keine Kolonien, profitierte aber dennoch vom Kolonialismus. Das zeigt der Autor an der Geschichte der Indiennes – bunten Baumwolltüchlein.
    Der lukrative Handel (Import / Export) mit ihnen war verbunden mit kolonialer Ausbeutung, religiöser Bekehrung und Sklavenhandel. Die Ursprünge reichen zurück, als der französische „Sonnenkönig“ Ludwig XIV. sie aufgrund des Drucks einheimischer Woll-, Seiden- und Leinenhersteller verbieten musste. Für die Schweiz wurde Frankreichs Verbot der Herstellung und Einfuhr von diesen Tüchern im 17. Jahrhundert zum Glücksfall. Französische Protestanten, die vor religiöser Verfolgung in die Schweiz flüchteten, gründeten in Genf und Neuenburg Textilfabriken, von wo die Indiennes über die Grenze nach Frankreich geschmuggelt wurden. Die Nachfrage erreichte damals ihren Höhepunkt: 1785 wurde das Werk Fabrique-Neuve in Cortaillod, Neuchâtel, der grösste Hersteller von Indiennes in Europa.
    Der Handel brachte unserem Land enormen Wohlstand, aber auf Kosten von anderen: Diese Stoffe wurden damals als eine Art Währung verwendet, um in Afrika gegen Sklaven eingetauscht zu werden. Diese schickte man dann z.T. nach Amerika. Auf dem Schiff „Necker“ beispielsweise, das 1789 nach Angola segelte, machten Schweizer Stoffe drei Viertel des Warenwerts aus, den man gegen Sklaven tauschte.
    Die Schweiz entwickelte sich bis Mitte des 19. Jahrhunderts kontinuierlich zu einem der wichtigsten Handelszentren für Rohstoffe. Hiesige Kaufleute kauften und verkauften weltweit Waren wie indische Baumwolle, japanische Seide und westafrikanischen Kakao. Wenn auch diese Waren sich nie auf Schweizer Boden befanden, flossen die Gewinne doch ins Land. Oftmals auf Kosten von anderen.

    Markus Eberhard Markus Eberhard 26.06.2020 | Export

    Portrait einer erfolgreichen Firma die immer mehr exportieren kann obwohl sie in einer schwierigen Branche ist

    In der Aargauerzeitung wurde vor Kurzem die Firma Bethge AG in Zofingen porträtiert, die wie einige Kunden in der Textilbranche tätig ist. Sie wurde bei den verheerenden Überschwemmungen vor 3 Jahren stark beschädigt. Doch die Textilunternehmer gaben nicht auf und haben für rund 20 Millionen Franken alles wieder aufgebaut. Heute hat die Firma den modernsten Maschinenpark in ganz Europa und konnte den Exportanteil in wenigen Monaten von 5 auf 20 Prozent steigern.
    Vor ziemlich genau 3 Jahren hagelte es in Zofingen zuerst, dann goss es in Strömen und innert Minuten trat der Stadtbach über die Ufer und wurde zum reissenden Strom. Normalerweise fliesst der Bach im Kanal unter dem Firmengebäude hindurch, an diesem Tag aber stand das Wasser fast zwei Meter hoch im Textilveredelungsunternehmen. Das ist meistens der Todesstoss für ein Unternehmen in einer serbelnden Branche. Doch die Besitzerfamilie und die Versicherungen hatten sich bereiterklärt, einen Teil des Wiederaufbaus zu finanzieren.
    Man wollte die Arbeitsplätze erhalten (heute sind es 30 Festangestellte) und so flossen über 20 Millionen Franken in den Wiederaufbau des Unternehmens. Heute verfügt Bethge über den modernsten Maschinenpark Europas zur Veredelung von Stoffen. Die Geschäftsführerin Brigitta Mettler führt den Erfolg auf die Schnelligkeit und Flexibilität zurück, die dank diesen Maschinen erreicht wird. Zudem ist Bethge die einzige Firma, die Gewebe auf allen Maschinen in den Rohbreiten von 50 bis 340 cm veredeln kann. Der moderne Maschinenpark ermöglicht nicht nur eine hohe Qualität, sondern auch eine einzigartige Präzision.
    Diese Faktoren werden zunehmend auch von ausländischen Kunden geschätzt, obwohl diese ihren Preis haben. So hat das Team es geschafft, die Exporte von circa 5 auf rund 20 Prozent zu erhöhen. Vor allem nach Österreich und Deutschland, aber auch nach Italien werden die in Zofingen veredelten Stoffe geliefert.

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