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News - Export

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Bei finesolutions finden Schweizer Importeure und Exporteure aktuelle und relevante Zoll News aus verschiedenen Quellen! Wir begeben uns täglich auf die Suche, bereiten sie für Sie auf und informieren zeitnah über wichtige Nachrichten, Verträge, Trends, Statistiken und vieles mehr rund um das Schweizer Zollwesen und die Zollverwaltung. Zudem berichten wir auch über Neuigkeiten aus unserem Haus.

Oktober 2020
September 2020
August 2020
Juli 2020
    Markus Eberhard Markus Eberhard 27.07.2020 | Export, FineSolutions

    FineSolutions unterstützt Team Judo goes Orient bei Fragen der Zollabwicklung für karitatives Projekt

    Das Team Judo goes Orient besteht aus sechs Judo-Kollegen, die sich zusammengetan haben, um Menschen in Not und Armut zu unterstützen. Jedes Mitglied dieser Gruppe bringt seine Erfahrungen ein und trägt damit dazu bei, dass grossartige humanitäre Projekte umgesetzt werden können. Dazu führen sie alle 4 Jahre eine Low-Budget Rally durch und bringen die bis dahin gesammelten Hilfsgüter aus der Schweiz zu den ausgewählten Hilfsobjekten. Ihr Ziel ist es, mit geringem Aufwand möglichst viel im Zielland zu erreichen. Nebst dem eigentlichen Sammeln der Güter (Bettwäsche, Teigwaren, Kinderkleider, Babykleider, Spielsachen, etc.) während 3 Jahren ist die grosse Herausforderung, die Ware danach im 4. Jahr ans Ziel zu bringen. Das bedarf einer ausgefeilten Organisation mit Routenplanung, Beladungsplanung, Visa und auch Wissen in der Zollabwicklung.
    In dieser Sache wandte sich das Team Ende Juni an uns und fragte uns an, ob wir ihr humanitäres und karitatives Projekt in Sachen Zoll unterstützen könnten, da niemand im Team über dieses Wissen verfügt. Nach kurzer interner Besprechung in der Geschäftsleitung haben wir uns entschieden, dieses Projekt zu fördern und den Herren alle Unterstützung zu geben, damit die Ware aus der Schweiz über die diversen Zollgrenzen schlussendlich bis zu den Zielen der diesjährigen Rally gelangt: Ein Waisenhaus in Piatra Neamt (Rumänien) sowie ein Kinderheim in Tryavna (Bulgarien).
    Intern haben wir Elin Meier von der Zollberatung damit beauftragt, alle Abklärungen und Vorbereitungen vorzunehmen, damit das Team Ende Juli ohne Zollprobleme ihren langen Weg aus der Schweiz über die verschiedenen Grenzen starten kann. Während dem die Schweizer Exportabwicklung problemlos zu organisieren war, so gestaltete sich die anschliessende Verzollung in die EU anspruchsvoller. Zumal wir unbedingt den karitativen Zweck des Projektes mittragen und unnötige Kosten vermeiden wollten. Eine Knacknuss war dabei insbesondere die Tatsache, dass das Team beabsichtigt, die Transportanhänger, mit denen die Ware transportiert wird, bei den Empfängern zu lassen. Im Rahmen ihrer Abklärungen ist Elin dann auf zwei spezialisierte Institutionen gestossen, die über grosses Wissen mit solchen Projekten verfügen: einerseits das Hilfs- und Missionswerk „Licht im Osten“ und andererseits die Firma Zollas Verzollungen GmbH.
    In Zusammenarbeit mit diesen beiden konnten wir die weiteren Verzollungen vorbereiten, damit das Team am 25.7.2020 den Transport starten und damit die erste Grenze nach Deutschland hätte passieren können. Umso grösser ist die Enttäuschung bei allen Involvierten, dass die Rallye in letzter Minute wegen Corona abgesagt werden musste. Alles stand bereit, von den beladenen Anhängern über den Proviant bis eben zu den Zollformalitäten. Doch infolge der sehr unsicheren Situation in den zu durchquerenden Ländern und den Zielländern selbst, blieb dem Team nichts anderes übrig, als das Vorhaben vorderhand abzusagen. Wie es weitergeht, erfahren sie laufend im Judo goes Orient Blog.
    Wir hoffen für das Team und die vorgesehenen Hilfsempfänger, dass das Vorhaben möglichst schnell doch noch umgesetzt werden kann und stehen ihm jederzeit gerne wieder unentgeltlich zur Verfügung!

    Markus Eberhard Markus Eberhard 26.07.2020 | Export

    Entlassungswelle am Anrollen bei Exportfirmen?

    Die Hoffnungen, dass die Geschäfte nach dem Ende des Lockdowns wegen der Coronakrise, schnell wieder besser werden, scheinen sich nicht zu erfüllen. Diese Woche haben gleich fünf grosse Schweizer Unternehmen angekündigt, Stellen in grösserem Stile abzubauen und damit stellt sich die Frage, ob das erst der Anfang ist?
    Natürlich musste man sich darauf einstellen, dass es zu Stellenstreichungen kommen wird. Der Wirtschaftsmotor läuft zwar wieder schneller seit dem Ende des Lockdowns und wir sehen auch wieder mehr Volumen bei den für den Export zwingenden Ausfuhrlisten. Doch von der vollen Leistung ist die Schweizer- und auch die Weltwirtschaft, weit entfernt. Das sieht man leider auch sehr gut an den Aussenhandelsstatistiken, die wir monatlich nachführen, sobald die Zahlen vom Bundesamt publiziert wurden. Es scheint, als würde die alte Normalität bis auf Weiteres, wenn überhaupt, nicht zurückkehren.
    Vielmehr wird in der Wirtschaft von einer neuen Normalität gesprochen. Einer Normalität, in der das Geschäften von Unsicherheit geprägt ist und Exportgeschäfte schwieriger sind. Oftmals wird dann gespart, was vielerorts bedeutet, dass Stellen abgebaut werden. Gerade auch bei wichtigen Exportkunden läuft es gar nicht gut, wie etwa das Beispiel von Daimler zeigt, wo 30’000 Stellen auf dem Prüfstand stehen. Gerade Daimler wird auch von zahlreichen unserer Kunden beliefert.
    In unserem Land blieben solche Hiobsbotschaften bisher weitgehend aus. Dazu beigetragen haben sicher die enormen Hilfen des Bundes, aber Kurzarbeit und Hilfskredite sind keine langfristige Lösung. Das zeigt sich jetzt mit dem ersten Auslaufen dieser Hilfspakete immer mehr. Kein Wunder, häufen sich auch bei uns die Stellenabbau-Meldungen. So wurde anfangs Woche bekannt, dass es bei den flugnahen Betrieben SR Technics, Gate Group und Swissport zu einem Abbau kommen soll. Zwei Tage später künden die beiden Industriekonzerne und exportlastigen Firmen Schindler und Sulzer an, Stellen streichen zu wollen. Sie werden – leider – voraussichtlich nicht die Letzten sein mit solchen Plänen.

    Markus Eberhard Markus Eberhard 23.07.2020 | Export

    Interessante Fakten über die drittwichtigste Exportbranche der Schweiz: Die Uhrenindustrie

    Zwar wurde auch sie von der Coronakrise schwer erwischt: Die Schweizer Uhrenbranche. Aber sie bleibt das Symbol für Know-how und Präzision „Made in Switzerland“ und ist ein industrielles Flaggschiff. Ihre Produkte werden von zahlreichen Herstellern, wovon viele Kunden von uns sind, in die ganze Welt exportiert. Swissinfo hat dazu ein interessantes Branchendossier zusammengestellt.
    Die Swissinfo-Redakteure beschäftigen sich in diesem Dossier mit 8 interessanten Aspekten:

    • In welchem Segment ist die Schweizer Uhrendindustrie Weltmarktführerin?
    • Was ist das Volumen der gesamten Industrie im Vergleich zum US-Konzern Apple?
    • Welches ist die bekannteste Marke und wie verkauft sich diese?
    • Wem gehören die rund 350 Hersteller, die sich mit dem Label „Swiss made“ schmücken?
    • Wieviel trägt die Uhrenindustrie zum Bruttoinland-Produkt (BIP) bei?
    • Was passierte in den letzten 100 Jahren und wie ist der Einbruch der Zahlen wegen der Coronakrise einzuordnen?
    • Wer ermöglicht der Schweizer Uhrenindustrie überhaupt diese Erfolge?
    • Wohin gehen mittlerweile mehr als 50 % der Schweizer Uhren?

    Die Aufarbeitung dieser Fakten ist sehr kurzweilig gelungen und wird untermauert durch zahlreiche interaktive Grafiken, wie wir sie auch einsetzen in den Aussenhandelsstatistiken.

    Markus Eberhard Markus Eberhard 16.07.2020 | Allgemein, Export

    WOZ macht Liste der Schweizer Rüstungsproduzenten publik

    Das mag nun Zufall sein oder eben Kalkül. Aber erst gestern haben wir berichtet Fast 90 % mehr Exporte von Schweizer Kriegsmaterial gegenüber dem 1. Halbjahr 2019 und heute nun publiziert die Wochenzeitung WOZ eine Liste der Schweizer Rüstungsproduzenten, von denen die meisten exportieren. Das SECO gibt zwar Zahlen bekannt, aber nicht, welche Firmen und Produkte hinter diesen Zahlen stecken.
    Mit dieser Aktion hat die WOZ nun das Geheimnis über die Rüstungslobby gelüftet, indem sie im Internet den „Rüstungsreport“ mit Exporteuren von Kriegsmaterialgütern im Jahr 2017 publiziert hat. Dafür haben die Journalisten der Wochenzeitung einen langen Atem gebraucht. 2015 hatte die Zeitung gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz vom Seco die Herausgabe der Namen sämtlicher Rüstungsexporteure verlangt. Die Behörde weigerte sich jedoch, indem sie argumentierte, dass die demokratisch legitimierte Kontrolle einzig durch die zuständige Kommission des Parlaments vorzunehmen sei und nicht durch die Öffentlichkeit.
    Das Bundesgericht gab der WOZ jedoch letztes Jahr recht und wies die Beschwerde des Staatssekretariats ab. Rüstungsexporte seien immer wieder Gegenstand von kontroversen Debatten in Öffentlichkeit und Politik. Es sei jedoch Aufgabe der Medien, darüber zu berichten, ob die staatlichen Kontrollorgane ihren Pflichten nachkämen, befanden die obersten Richter in Lausanne.
    Wenn Sie unsicher sind, ob Sie auch unter die Beschränkungen fallen könnten, weil Sie z.B. Dual-Use Güter haben, empfehlen wir Ihnen den Besuch unseres Seminars & Webinars Exportkontrolle. Oder nehmen Sie für eine spezifische und umgehende Auskunft die Dienste unserer Zollberatung in Anspruch.

    Markus Eberhard Markus Eberhard 15.07.2020 | Export

    Fast 90 % mehr Exporte von Schweizer Kriegsmaterial gegenüber dem 1. Halbjahr 2019

    Schon das 2019 war ein gutes Jahr für Schweizer Hersteller von Kriegsmaterial und trotz Coronakrise ist dieser Trend auch im 1. Halbjahr dieses Jahres so weitergegangen. Die in diesem Bereich tätigen Unternehmen, davon auch einige unserer Kunden, konnten die Kriegsmaterialexporte im Umfang auf gut eine halbe Milliarde Franken steigern, was bald Spuren hinterlassen wird in den Aussenhandelsstatistiken.
    Das bedeutet eine Steigerung von rund 230 Millionen Franken oder fast 90 % verglichen mit dem ersten Halbjahr 2019. Davon machten Panzer und andere Landfahrzeuge den grössten Anteil aus. Diese Zuwächse werden sicher entsprechende Kritiker auf den Plan rufen, weshalb das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) bereits schon vorsorglich verlauten liess, dass ein solcher Sprung nicht aussergewöhnlich sei. Kriegsmaterialexporte seien Schwankungen unterworfen: Grosse Geschäfte mit einem hohen finanziellen Umfang könnten einzelne Quartale stark beeinflussen und fehlten dann im nächsten Quartal.
    Auf der Liste der Exportländer erscheinen insgesamt 55 Staaten. Dabei handelt es sich jeweils um das Bestimmungsland – also jenes Land, in dem die Ware gemäss Seco «verwendet oder vor einer allfälligen Wiederausfuhr verarbeitet, veredelt oder sonst wie verarbeitet wird». Unter den europäischen Abnehmerstaaten steht Dänemark an erster Stelle, gefolgt von Rumänien und Deutschland. Der absolut grösste Importeur von Schweizer Kriegsmaterial ist dieses Jahr bisher Indonesien mit gut 110 Millionen Franken (für Flugabwehrsysteme). Aber auch Botswana im südlichen Afrika fällt mit gut 64 Millionen Franken (für gepanzerte Fahrzeuge) auf.
    Kurz nach Veröffentlichung der Zahlen meldeten sich die Gruppe Schweiz ohne Armee (Gsoa) und das Hilfswerk Terre des hommes, das die Zahlen mit Kopfschütteln und Unverständnis kommentierten. Und umgehend forderten, diese Ausfuhren der Exportkontrolle zu unterstellen.

    Markus Eberhard Markus Eberhard 13.07.2020 | Export

    Erholung der wirtschaftlichen Situation im Kanton Aargau dank Exporten im Pharma- und Chemiesektor

    Wie alle anderen Kantone wurden auch die Aargauer Wirtschaft, wo wir auch zahlreiche Kunden haben, hart von der Coronakrise getroffen. Doch stehen die Zeichen für diese Wirtschaft im Gegensatz zum Grossteil der restlichen Schweiz auf Erholung. Zu diesem Schluss kommt der Konjunkturbarometer der Aargauischen Kantonalbank (AKB), insbesondere dank der zahlreichen Exporte im Pharma- und Chemiesektor.
    Diese erfreuliche Konjunkturprognose hat verschiedene Gründe. Eine Rolle spielt etwa der Warenhandel, wo die schweizweiten Importe wie auch Exporte immer noch mehr als 25 Prozent unter dem Vorjahresstand liegen. Gerade die klassische Exportindustrie, etwa die Metall- oder Elektrobranche, hat nach wie vor massive Probleme. Der Pharma- und Chemiesektor jedoch deutlich weniger, was man auch sehr gut in den Aussenhandelsstatistiken erkennen kann. Und da dieser Bereich im Aargau überproportional stark vertreten ist, steht der Aargau als Ganzes besser da.
    Andererseits kommt dem Aargau entgegen, dass er kein klassischer Tourismuskanton wie etwa das Wallis ist. Hoffen wir also, dass die Erholung sich so fortsetzen wird in den nächsten Monaten!

    Markus Eberhard Markus Eberhard 07.07.2020 | Export

    Interview mit Experte Dominik Flammer wie der Schweizer Alpkäse zum Exportschlager wurde

    Es ist immer wieder erstaunlich, was für Produkte die Schweiz nicht nur für den eigenen Markt herstellt, sondern diese dann auch exportieren kann. Zu diesen doch eher speziellen Produkten gehört sicher auch der Alpkäse, der schon seit Jahrzehnten erfolgreich ins Ausland exportiert wird.
    Das SRF hat sich dazu mit einem Experten, Dominik Flammer, unterhalten und ein interessantes Interview verfasst.  Darin geht Herr Flammer auf die Geschichte ein, die für den Alpkäse im 16. Jahrhundert begann. Er erwähnt, dass der Schweizer Käse auf der Alp entstanden ist. Die Alpen wurden für Milchbauern ab dem 16. Jahrhundert immer wichtiger, weil sie die Wiesen im Tal zum Heuen brauchten, damit sie ihr Vieh füttern konnten im Winter. Aufgrund der schlechten Erschliessung der Alpen mussten die Älpler die Milch vor Ort haltbar machen. Ursprünglich war das vor allem Butter, später wurde Hartkäse wie Sbrinz oder Gruyère immer wichtiger.
    Das war auch der grosse Vorteil, dass sich die Schweizer ab dem 16. Jahrhundert auf Hartkäse und extraharte Käse spezialisierten. Diese konnte man transportieren und sie wurden damit zum wichtigen Handelsgut. Die damals für den Transport eingesetzten Maultiere transportierten den Käse über die Alpen bis nach Italien. Dafür waren die Maultiere 10 bis 15 Tage unterwegs. Ein Frischkäse, ein Geissen- oder Schafkäse wäre einfach vergammelt in diesen Fässern. Dank seiner Haltbarkeit und dem hohen Energiegehalt eignete sich der Käse auch als Proviant für Schiffsflotten und Armeen.
    Wenn Sie interessiert sind, wie die Exportabwicklung heutzutage effizient und schnell funktioniert, empfehlen wir Ihnen den Besuch des Seminars & Webinars Exportabwicklung. Oder fragen Sie bei unserer Zollberatung nach, die Sie umgehend bei Fragen unterstützt.

    Markus Eberhard Markus Eberhard 04.07.2020 | Compliance, Export

    Bundesrat verweigert der Crypto International AG die Ausfuhrbewilligung für ihre Geräte

    Monatelang mussten die neuen Eigentümer der Crypto International AG auf den Bescheid des Bundesrats wegen der Ausfuhrbewilligung warten, wie wir zuletzt anfangs März im Beitrag Nachfolgefirma der Crypto AG wartet auf Bescheid für Ausfuhrbewilligungen publiziert hatten. Nachdem der Bundesrat Mitte Juni einen negativen Bescheid verschickt hat, haben die Eigentümer den Stecker gezogen und eine Massenentlassung angekündigt.
    Die Eigentümer, das schwedische Ehepaar Andreas und Emma Linde, das vor zwei Jahren einen Teil der früheren Crypto AG gekauft hat, teilte Ende Woche seinen Angestellten mit, dass 83 der 85 Arbeitsplätze in der Schweiz abgebaut werden. Gemäss den Eigentümern war der Schritt unvermeidlich, da die Behörden aller Bemühungen zum Trotz, die notwendigen Bewilligungen nicht erteilten.
    Damit habe der Bundesrat mit dem Entscheid vom 19. Juni dem Unternehmen den Todesstoss versetzt. Damals entschied die Landesregierung zweierlei: Zum einen ermächtigte sie die Bundesanwaltschaft, im Zusammenhang mit der Crypto-Affäre eine Strafuntersuchung zu führen. Zum anderen beschloss der Bundesrat, der Crypto International AG vorderhand keine Ausfuhrbewilligungen zu erteilen. Damit wurde dem jungen Unternehmen jegliche Chance verwehrt, Umsatz zu generieren. Und dies, obwohl die Firma gemäss eigenen Aussagen über volle Auftragsbücher im Volumen von mehreren Dutzend Millionen Franken verfügt. Die bestellten Geräte und Applikationen stehen anscheinend in den Lagerhallen bereit für die Exportabwicklung, dürfen aber nicht ausgeliefert werden. Viele Bestellungen stammen aus Ländern der EU, auch nach der weltweiten Medienberichterstattung vom vergangenen Februar hat die Nachfrage nicht nachgelassen. Damit endet wohl ein unrühmliches Kapitel in der Schweizer Geschichte rund um die Crypto AG.
    Wenn Sie das Thema der Ausfuhrbewilligungen im Rahmen der Compliance interessiert, empfehlen wir Ihnen einen Besuch des Seminars & Webinars Exportkontrolle. Oder fragen Sie uns direkt nach im Rahmen unserer Zollberatung.

Juni 2020
Mai 2020
    Markus Eberhard Markus Eberhard 28.05.2020 | Export

    «Brutaler Einbruch» bei den Unternehmen in der Solothurner Exportwirtschaft im April 2020

    Die von der Eidgenössischen Zollverwaltung jüngst veröffentlichen Zahlen zum Aussenhandel sind bekanntlich schweizweit schlecht ausgefallen, wie man das auch an den Aussenhandelsstatistiken gut erkennen kann. Als einer der wenigen Kantone veröffentlicht Solothurn, in dem wir einige Kunden haben, durch die Handelskammer „seine“ Zahlen separat.
    Diese zeigen, dass es der Solothurner Exportwirtschaft nach wie vor schlecht geht. Nachdem die Solothurner Handelskammer bereits Anfang Jahr von bescheidenen Ergebnissen, im März dann von ersten Rückgängen wegen Corona berichtete, ist nun von einem «brutalen Einbruch» im April die Rede. Gar vom Grössten seit dem Beginn der Messreihe vor 25 Jahren. Um 29,1 Prozent gingen die nominalen Ausfuhren gemäss den bisher veröffentlichten provisorischen Zahlen der EZV gegenüber dem Vorjahresmonat zurück – schweizweit waren es „nur“ 16,2 Prozent.
    Im Kanton habe die Corona-Krise «voll durchgeschlagen» und dabei besonders hart die Präzisionsindustrie (Präzisionsinstrumente, Uhren und Bijouterie) getroffen. In dieser Branche werden Einbussen von knapp 42 Prozent verzeichnet. Aber auch in den anderen Exportwarengruppen – mit Ausnahme von Nahrungs- und Genussmitteln – werden «deutliche Rückgänge» verzeichnet. Wie die Handelskammer zudem schreibt, gingen im April die Nachfragen aus allen Absatzmärkten zurück:

    • Ausfuhren nach Asien gingen um 27 Prozent zurück,
    • Jene nach Nordamerika um 28,5 Prozent
    • Nach Europa um 29,6 Prozent.

    Da können wir für unsere Kunden (und uns) nur hoffen, dass sich die Nachfrage bald wieder belebt und die Aussichten sich dadurch verbessern!

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