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Bei finesolutions finden Schweizer Importeure und Exporteure aktuelle und relevante Zoll News aus verschiedenen Quellen! Wir begeben uns täglich auf die Suche, bereiten sie für Sie auf und informieren zeitnah über relevante Nachrichten, Verträge, Trends, Statistiken und vieles mehr rund um das Schweizer Zollwesen und die Zollverwaltung. Und berichten zudem auch über Neuigkeiten aus unserem Haus.

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  • Markus Eberhard Markus Eberhard 29.09.2019 | Import

    Die Vorzugsbehandlung von Post Chinesischer Onlinehändler stösst vielen auf

    Das E-Commercegeschäft boomt – auch hierzulande. Am meisten konnten im 2018 chinesische Online-Shops davon profitieren, denn sie legten mit Abstand am meisten zu und lassen die heimische Konkurrenz hinter sich. Das ärgert lokale Anbieter – auf der ganzen Welt. Ein Grund für den Siegeszug der Chinesen sind die günstigen Porti, die chinesische Händler für Warensendungen bis 2 kg zahlen müssen.
    Laut Daten der Marktforscher von Carpathia konnte Ali­express 2018 seinen Umsatz in der Schweiz um 70 % steigern. Damit verbesserten sich die Chinesen vom 6. auf den 4. Platz der grössten E-Commerceanbieter in unserem Land. Wegen der Vorzugsbehandlung ist Post von Peking nach Baden billiger als von Chur nach Münsingen. Amerikanischen Online-Händlern ist längst der Kragen geplatzt.
    Und auch bei uns gehen die Wogen hoch. Im Juni wurde im Nationalrat eine Motion eingereicht, die «gleich lange Spiesse für Schweizer Konsumenten und Versandhändler» fordert. Der deutsche Branchenverband für E-Commerce und Versandhandel (BEVH) kritisiert ebenfalls die unfaire Konkurrenz aus China. Neben den niedrigen Portogebühren sei ein weiterer Grund für die niedrigeren Preise chinesischer Anbieter, dass diese oft Sicherheitsstandards und vor allem die Umsatzsteuer umgingen.

  • Markus Eberhard Markus Eberhard 23.09.2019 | Import

    Bericht über saisonale Zollkontingente: Effektiv, aber ineffizient

    Eine Mitarbeiterin von Agroscope hat einen Artikel untersucht, der kürzlich im „Journal of Agricultural Economics“ erschienen ist und zeigt, dass saisonale Zollkontingente zwar effektiv inländische Produkte vor günstigerer ausländischer Konkurrenz schützen, dies jedoch mit Ineffizienzen und Marktverzerrungen einher geht.
    In der Schweiz, aber auch in anderen Ländern werden saisonale Zollkontingente als Grenzschutzinstrument angewandt, um heimische Obst- und Gemüseprodukte vor ausländischer Konkurrenz zu schützen. Zollkontingente sind zweistufige Zölle mit einem niedrigen Zollsatz für Importe bis zu einem festgelegten Kontingentvolumen und einem höheren Zollsatz für alle nachfolgenden Importe. In ihrer saisonalen Variante wird dieses zweistufige Zollsystem nur angewandt, solange einheimische Produkte auf dem Markt sind; bei den meisten Obst- und Gemüsesorten also während der Sommermonate.
    Während dieser „administrierten Periode” wird ad-hoc jede Woche entschieden, ob und wie viele Importe zum günstigen Zollsatz erlaubt werden. Günstige Importe werden nur erlaubt, wenn die inländische Produktion nicht ausreicht, um die erwartete Nachfrage zu befriedigen. Im Rest des Jahres, sobald keine inländischen Produkte mehr auf dem Markt sind, werden nur noch die niedrigen oder gar keine Zölle mehr angewandt. Das funktioniert zwar effektiv, aber ineffizient, wie der Bericht im Detail zeigt.

  • Markus Eberhard Markus Eberhard 22.09.2019 | Import

    Möglicher Deal von AliExpress mit der Schweizer Post für Verzollungsdienste

    Der chinesische Onlinegigant Alibaba ist das Mass der Dinge. In Europa brachte es der Konzern in no time auf Milliardenumsätze. Seit 2015 gibt es den Online-Kanal auf Deutsch. Von da an hat Aliexpress, der Ableger für den Westen, den Umsatz jedes Jahr nahezu verdoppelt. Mit zuletzt geschätzt 475 Millionen Franken ist Aliexpress hierzulande bereits der viertgrösste Onlinehändler – hinter Zalando, Digitec Galaxus und Amazon.
    Die Chinesen wollen jedoch vermehrt auch teurere Produkte verkaufen. Dazu müssen sie schneller werden. Auf der Agenda von Alibaba steht genau dieser Punkt weit oben. Beim Flughafen der belgischen Stadt Lüttich entsteht ein gigantisches Logistikcenter, das Anfang 2021 in Betrieb geht. Es ist Teil von Alibabas Plan, sechs grosse Distributionszentren auf der ganzen Welt zu errichten, um Pakete innerhalb von drei Tagen an jeden Kunden zuzustellen.
    In Lüttich dürften sich chinesische Händler, die auf Alibaba-Plattformen verkaufen, einmieten und ihre Bestseller für Europa einlagern. Der Strassenweg zu uns nach Basel dauert etwas mehr als fünf Stunden. Die Lieferung innerhalb von 24 Stunden würde realistisch. Gut möglich, dass Alibaba dann mit der Schweizer Post einen Deal zur Verzollung von Lastwagenlieferungen schliesst, wie ihn Amazon und Zalando haben.

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