Import­ab­wick­lung

25.04.2018 | Importabwicklung | Olcay Erden | 0 Kommentare

Jahr für Jahr weist die Schweiz einen Handelsbilanzüberschuss aus. Dies bedeutet, dass die Exporte – zumindest wertmässig gesehen – grösser als die Importe sind. Die Schweiz ist folglich eine exportorientierte Wirtschaft. Oft geht dabei vergessen, dass die hiesige Wirtschaft jedoch auch viele Vormaterialien, die später in die Fertigprodukte einfliessen, aus dem Ausland importiert.

Dass den Firmen die importseitige Zollabwicklung nicht sehr bekannt ist, hat vor allem auch damit zu tun, dass die Waren gegenüber dem Zoll von den Speditionsfirmen angemeldet werden. Die gesamte Kommunikation findet danach über diese beiden Parteien statt. Der Empfänger der Ware bekommt vom so genannten «Zollveranlagungsverfahren» beim Import nur noch die allerletzte Phase mit; nämlich die Veranlagungsverfügung in elektronischer Form.

Die dabei allenfalls anfallenden Zollabgaben als auch die Mehrwertsteuerabgaben werden automatisch über das ZAZ-Konto – falls vorhanden und richtig deklariert – des Empfängers abgerechnet. Oft ist der importierenden Firma gar nicht bewusst, wie viel Zollabgaben sie effektiv bezahlt – und ob diese überhaupt korrekt erhoben wurden.

Die Fachbegriffserklärungen zum Thema «Importabwicklung» geben Antwort auf folgende Fragestellungen:

1. ZAZ-Konto

Viele Unternehmen erhalten Waren aus aller Welt. Die beim Import anfallenden Abgaben werden von verschiedensten Spediteuren in Rechnung gestellt. Dabei den Überblick über die verrechneten Abgabenbeträge zu behalten, ist schwierig. Für Firmen, welche regelmässig Sendungen importieren – sei dies über Kurierfirmen oder Grossspediteure – wird die Eröffnung eines eigenen «Zollkontos» empfohlen.

2. Verlage­rungs­ver­fahren

Importieren Unternehmen Waren aus dem Ausland, sind auch bei der Einfuhr in die Schweiz Mehrwertsteuerabgaben zu entrichten. Vor allem bei Waren mit hohem Wert kann die finanzielle Belastung für Firmen sehr hoch sein. Kurzfristig wird viel Kapital an den einzelnen Geschäftsvorgang gebunden. Unternehmen haben deshalb die Möglichkeit, die Mehrwertsteuerabgaben «gebündelt» monatlich oder quartalsweise direkt der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) zu bezahlen. Was eine interessierte Firma dafür tun muss, lesen Sie in dieser Fachbegriffserklärung.

3. Veranla­gungs­ver­fahren

Täglich erhält Ihr Unternehmen Waren aus dem Ausland. Dass die Waren physisch aus dem Ausland kommen, bezeugen die Veranlagungsverfügungen, die Sie im Anschluss beziehen können. Damit überhaupt eine Veranlagungsverfügung erstellt werden kann, muss vorgängig eine Zollanmeldung durch den Spediteur (in den meisten Fällen) oder den Importeur selbst erstellt worden sein. Und wie kommt die Ware überhaupt am Zoll «vorbei»? Diese Fachbegriffserklärung beantwortet nicht nur diese Frage, sondern zeigt auch auf, wie der Verzollungsprozess insgesamt aussieht. Von der Zuführung der Waren bis zur Ausstellung Ihrer Veranlagungsverfügung.

4. Veranla­gungs­ver­fü­gung

Eine Veranlagungsverfügung ist der Verzollungsnachweis einer Einfuhr- oder Ausfuhrsendung und muss vom Importeur oder Exporteur auf Richtigkeit geprüft und für 10 Jahre aufbewahrt werden. In diesem Fachbegriff gehen wir näher auf Veranlagungsverfügung und ihre Irrtümer ein.

5. Verzol­lungs­in­struk­tion

Die Qualität der Angaben, die Sie auf der Veranlagungsverfügung (eVV) sowohl beim Import als auch beim Export vorfinden, steht und fällt mit der Qualität der Angaben, die der Spediteur der Lieferanten- oder Exportrechnung entnehmen kann. Sie als Importeur oder Versender können dabei den Spediteur entscheidend unterstützen, damit er alle Angaben hat, die Sie später auf der Veranlagungsverfügung benötigen. Wie das am besten geschieht, zeigen wir Ihnen in dieser Fachbegriffserklärung anhand eines Praxisbeispiels auf.

6. Repara­tur­ver­kehr / Ausbesserungsverkehr

Wir Fachberater werden immer wieder mit der Frage konfrontiert, wie defekte Waren zolltechnisch genau abgewickelt werden. Beim Wort «Reparaturverkehr» denken viele Unternehmen an das spezielle Zollverfahren (im Zolljargon «Ausbesserungsverkehr»), bei dem Zollabgaben eingespart werden sollen. In dieser Fachbegriffserklärung bringen wir Licht ins Dunkel und zeigen auf, dass Sie in den meisten Fällen auf das spezielle Verfahren des «Ausbesserungsverkehrs» getrost verzichten können. Denn dessen Anwendung ist immer freiwillig.

Sind noch Fragen offen?

Diese beantworten wir gerne auch an der nächsten Veranstaltung

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