Export­ab­wick­lung

16.01.2019 | Exportabwicklung | Lea Derendinger | 0 Kommentare

Die Zollabwicklung bei grenzüberschreitenden Verkaufsgeschäften ins Ausland wird generell als Exportabwicklung bezeichnet. Die Exportabwicklung umfasst nicht nur die Erstellung der Ausfuhrzollanmeldung (in Deutschland auch “Ausfuhrbegleitdokument” genannt), sondern beinhaltet noch weitere Aufgaben, wie z.B. die Überprüfung, ob die Güter Nicht Zollrechtlichen Erlassen unterliegen oder einer Bewilligungspflicht unterstellt sind. Zudem erstellt die Exportabteilung auch die Präferenznachweise der zu exportierenden Güter und weitere notwendige Versandpapiere wie Speditionsaufträge, Packlisten, Übergabescheine etc.

1. Was bedeutet e‑dec Export?

Der Begriff «e-dec Export» steht für das Verzollungssystem der EZV, über welches elektronische Ausfuhrzollanmeldungen übermittelt werden. Die Bezeichnung e-dec ist die abgekürzte Form von «electronic declaration».

2. Wie ist der Ablauf einer Ausfuhrzollanmeldung?

Unter dem Begriff Ausfuhrzollanmeldung ist die elektronische Zollanmeldung der Güter für den Export bei der Eidg. Zollverwaltung zu verstehen.

3. Was ist die Ausfuhr­liste und welche Angaben werden benötigt?

Die Ausfuhrliste ist das “Herzstück” der Ausfuhrverzollung im e-dec Export. Sofern ein Ausführer eine e-dec Export Softwarelösung im Einsatz hat, erstellt dieser die Ausfuhrliste selber. Eine solche ist 30 Tage lang gültig und innerhalb dieser Frist muss die Sendung “selektioniert” oder korrigiert werden, ansonsten wird sie im System der EZV automatisch gelöscht. Nach erfolgreicher Selektion wird aus den Daten der Ausfuhrliste die eVV Export generiert, welche vom Exporteur abgeholt und in elektronischer Form archiviert werden muss.

4. Wie ist die Zusatz­menge in der Ausfuhr­zollan­mel­dung anzugeben?

«Zusatzmenge fehlt». So lautet der Plausibilitätsfehler, welcher bei Firmen häufig auftritt, wenn sie selber dem Zollcomputer die Ausfuhrlisten übermitteln. Was bedeutet der Begriff «Zusatzmenge» überhaupt? Wir zeigen Ihnen in dieser Fachbegriffserklärung, wie Sie den Plausibilitätsfehler in Zukunft immer vermeiden können.

5. Was sind Plausi­bi­li­täts­fehler und wie können diese vermieden werden?

Erhalten Sie bei der Übermittlung der Daten für Ihre Ausfuhrliste immer wieder Plausibilitätsfehler (kurz auch Plausifehler genannt)? Wie Sie dies vermeiden können und wie die entsprechenden Meldungen vom e-dec Export System zu interpretieren sind, erfahren Sie hier.

6. Wie sind Nicht Zollrecht­liche Erlasse zu verstehen und wie wird der NZE-Code definiert?

Immer wieder werden unsere IT-Spezialisten und Zollberater gefragt: «Wann darf ich den NZE-Code 2 anmelden? Was bedeutet er überhaupt?» Wir beleuchten den «NZE-Code» in dieser Fachbegriffserklärung.

7. Was bedeutet die Bewilli­gungs­pflicht in der e‑dec Export Zollanmeldung?

Kunden fragen uns oft «Brauche ich für unsere Exportsendungen eine Ausfuhrbewilligung?» Viele Firmen übermitteln Zollanmeldungen für ihre Sendungen selbst und gehen automatisch davon aus, dass ihre Waren «bewilligungsfrei» sind, weil der Code 2 standardmässig im Verzollungssystem hinterlegt ist. Diese Codes haben jedoch eine zentrale Bedeutung und müssen deshalb bewusst gewählt sein. Was es mit der Bewilligungspflicht auf sich hat, erfahren Sie in dieser Fachbegriffserklärung.

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