Aus­fuhr­liste

16.01.2019 | e-dec Export | Lea Derendinger |

Die Ausfuhrliste (in Deutschland auch „Ausfuhrbegleitdokument“ genannt) ist das „Herzstück“ der Ausfuhrverzollung im Schweizer e-dec Export System. Sofern ein Ausführer eine e-dec Export Softwarelösung im Einsatz hat, erstellt dieser die Ausfuhrliste selber. Eine Ausfuhrliste ist 30 Tage lang gültig und in dieser Frist muss die Sendung „selektioniert“ (Siehe Punkt 3 im e-dec Export Ablauf) oder korrigiert werden, ansonsten wird die Ausfuhrliste im System der EZV automatisch gelöscht. Nach erfolgreicher Selektion wird mit den Daten der Ausfuhrliste der Nachweis für den steuerbefreiten Export der Ware erstellt, welche anschliessend vom Exporteur abgeholt und in elektronischer Form archiviert werden muss.

Ausfuhrliste für die Ausfuhranmeldung via e-dec Export

Fragen rund um die Ausfuhrliste

Kopfdaten:

  1. Adresse Versender (Exporteur) mit UID-Nummer und MWST-Nummer
  2. Adresse Empfänger
  3. Adresse Spediteur
  4. Bestimmungsland
  5. Security Daten (Sicherheitsdaten gemäss Security Amendment)
  6. Transport (Verkehrszweig)
  7. Rechnungswährung

 

Positionsdaten:

  1. Aussagekräftige Warenbezeichnung
  2. Zolltarifnummer
  3. Schlüssel zur Zolltarifnummer (sofern vorhanden)
  4. Handelswaren oder Nichthandelswaren
  5. Eigenmasse
  6. Rohmasse
  7. Statistischer Wert
  8. Veranlagungstyp
  9. Packstücke (Art, Anzahl und Nummer)
  10. Bewilligungspflichtcode
  11. NZE-Pflichtcode (nicht zollrechtliche Erlasse)
  12. Unterlagen (Art, Nummer, Datum, zusätzliche Angaben)

Versender

Was bedeutet «Versender» in der Ausfuhrliste?

Die genaue Angabe des Versenders ist sehr wichtig, da diese Adresse auch auf der elektronischen Veranlagungsverfügung (eVV) Export erscheint, die nach Abschluss der Zollabwicklung vom Exporteur abgeholt werden muss. Eine eVV dient dem Ausführer als Nachweis für die steuerbefreite Rechnungsstellung und als Beweis, dass die Güter aus der Schweiz ausgeführt wurden.

Die Angabe der Postleitzahl, der MWST-Nummer sowie der UID-Nummer des Versenders/Exporteurs ist dabei ebenso Pflicht.

Empfänger

Was bedeutet «Empfänger» in der Ausfuhrliste?

In der Ausfuhrliste wird immer der Warenempfänger angegeben. Falls Sie also eine abweichende Rechnungsadresse vorfinden, deklarieren Sie den Empfänger, welcher die physische Güterlieferung erhalten soll.

Spediteur

Was bedeutet „Spediteur“ in der Ausfuhrliste?

Als Spediteur-Adresse wird im Normalfall, sofern die Ausfuhrliste durch den Exporteur selber erstellt wird, diejenige des Versenders angegeben. Wenn eine e-dec Ausfuhrliste im Auftrag des Exporteurs durch den Spediteur erstellt wird, setzt der Spediteur in dieser Rubrik seine vollständige Adresse ein.

Diese Rubrik ist nicht zu verwechseln mit dem Feld Transporteur. Der Transporteur muss nicht zwingend erfasst werden. Falls der Transporteur erfasst wird, soll die Adresse des Spediteurs/Frachtführers erfasst werden.

Bestimmungsland

Welches Bestimmungsland muss in der Ausfuhrliste erscheinen?

Es ist dasjenige Land aufzuführen, in dem die Ware definitiv eingeführt, zwischengelagert oder veredelt wird. Falls eine Sendung mit einem Transitdokument via Deutschland (DE) in die USA (US) ausgeführt wird, so gelten die Vereinigten Staaten von Amerika als Bestimmungsland und nicht Deutschland.

Sicherheitsdaten

Sicherheitsdaten für Sendungen an Bestimmungsländer ausserhalb der EU («Security Amendment»)

Seit Ende 2010 müssen für Sendungen an Empfänger ausserhalb der EU und Norwegen zusätzlich Sicherheitsdaten übermittelt werden. Im Feld Security wird der Wert 1 = ja deklariert.

Diese Felder müssen bei Security 1 = ja angemeldet werden:

  • Adresse des Versenders Security
  • Adresse des Empfängers Security
  • UCR-Nummer (Unique Consignment Reference Number) oder auch Handelskennnummer genannt, wofür die Rechnungs- oder Sendungsnummer verwendet werden kann

Sobald Sie in der Ausfuhrliste ein Bestimmungsland angeben, das nicht im gemeinsamen Sicherheitsraum liegt (Sicherheitsraum: CH, EU, Norwegen), werden die Sicherheitsdaten vom System e-dec Export verlangt. Ohne diese Sicherheitsangaben zeigt das e-dec Export System einen Plausibilitätsfehler an. Hier sehen Sie, welche Felder optional oder zwingend ausgefüllt werden müssen:

Feldname O=Optional / M=Muss Werte Erläuterungen
Security (O oder M) 0 = nein
1 = ja

Bei Sendungen in ein Drittland  ist dieses Sicherheitsdatenfeld ein Mussfeld. In diesem Falle ist der Wert "1" = ja zu deklarieren.

Kennnummer für besondere Umstände (O) A = Post- und Expressgutsendungen
B = Bevorratung von Schiffen und Flugzeugen
C = Beförderungsart "Strasse"
D = Beförderungsart "Schiene"
E = Zugelassene Wirtschaftsbeteiligte AEO
Optionales Feld. Auch wenn bei Security 1 angegeben wird,
muss hier nichts ausgefüllt werden.
UCR (M)
Unique Consignment Reference
= Handelskennnummer
Textfeld Hier wird eine Rechnungs- oder Dossier-Nummer angegeben,
die eindeutig einer Sendung zugewiesen werden kann.
Alternativ kann auch die automatische Übernahme der
ExpoWin-Sendungsnummer aktiviert werden.
Versender / Ausführer Security Name (M)
Strasse und Hausnummer (M)
Adresse Zusatz 1 (O)
Adresse Zusatz 2 (O)
Postleitzahl (M)
Stadt (M)
Land (M)
Versenderreferenz (O)
TIN Nr. Versender / Ausführer (O)
Diese Adressdaten müssen mit denen des Versenders /
Ausführers übereinstimmen.
ExpoWin: Automatisierung kann im ExpoWin-
Administrationsprogramm aktiviert werden.
Empfänger Security Name (M)
Strasse und Hausnummer (M)
Adresse Zusatz 1 (O)
Adresse Zusatz 2 (O)
Postleitzahl (M)
Stadt (M)
Land (M)
Empfängerreferenz (O)
TIN Nr. Empfänger (O)
Diese Adressdaten müssen mit denen
des Warenempfängers übereinstimmen.
Hinweis: Wenn Strasse und Hausnummer nicht
bekannt sind, Wert = N/A eintragen.
ExpoWin: Automatisierung kann im ExpoWin-
Administrationsprogramm aktiviert werden.
UN-Gefahrencode (O) Textfeld optionales Feld

Verkehrszweig

Welcher Verkehrszweig ist zu verwenden?

In der Ausfuhrliste muss das verwendete Transportmittel angegeben werden, welches beim Grenzübertritt benutzt wird. Zur Auswahl stehen:

Code Verkehrszweig
20 Bahnverkehr
30 Strassenverkehr
40 Luftverkehr
70 Pipelines
80 Schiffsverkehr
90 Eigenantrieb

Sofern die Sendung per Strassentransport an einen Seehafen geliefert wird und erst dort auf ein Schiff verladen wird, ist in der Ausfuhrzollanmeldung Code 30 „Strassenverkehr“ anzugeben. Der Grenzübertritt aus der Schweiz erfolgt in diesem Beispiel per Strasse (Lkw).

Rechnungswährung

Was ist mit Rechnungswährung gemeint?

In der Ausfuhrliste wird die Rechnungswährung der Exportrechnung genannt. Falls ein Exporteur seinem Kunden mit Sitz in der EU in Euro fakturiert, ist hier der Code 2 für Euro anzugeben. Es sind nur folgende Möglichkeiten vorhanden und entsprechend auszuwählen:

  1. Schweizer Franken (CHF)
  2. Euro (EUR)
  3. Andere von EU (GBP, DKK usw.)
  4. US-Dollar (USD)
  5. Andere

Bezieht sich die Zollanmeldung auf mehrere Rechnungen, die in unterschiedlichen Währungen ausgestellt sind, ist der Code derjenigen Währung anzugeben, die den grössten Anteil am Warenwert ausmacht.

Hin­weis

Sofern in den Kopfdaten im Feld Rechnungswährung Euro (EUR) angegeben wird, bedeutet dies nicht, dass die Wertangaben in den Positionsdaten auch in Euro gemacht werden müssen. Die Deklaration des statistischen Wertes erfolgt immer in Schweizer Franken (CHF).

Für die Anwendung der korrekten Umrechnungskurse (Devisenkurse) lesen Sie unseren Blog-Beitrag Warenwert für die Verzollung richtig deklarieren.

Warenbezeichnung

Was ist eine (korrekte) «Warenbezeichnung» im Sinne des Zolls?

Mittels einer genauen Warenbezeichnung erklären Sie gegenüber der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV), um welche Ware es sich handelt. Die Warenbezeichnung muss daher möglichst präzise und treffend sein.

Verwenden Sie keine Oberbegriffe oder firmeninterne Bezeichnungen, die der Zoll nicht versteht.

Wenn Sie beispielsweise «Elektronische Geräte» aufführen, gilt diese Warenbezeichnung als zu ungenau, da sie diverse Produkte umfassen könnte. Verwenden Sie stattdessen die genauere Bezeichnung, wie beispielsweise: „Überstromrelais“.

Tipp

Gute Warenbezeichnungen könnten Bezeichnungen sein, die Unternehmen auf ihren Webseiten zur Anpreisung der Waren verwenden. Weitere Tipps finden Sie in unserem Blogartikel mit dem Titel Was ist eine korrekte und aussagekräftige Warenbezeichnung?.

Zolltarifnummer

Welche Bedeutung hat die «Zolltarifnummer»?

Im internationalen Warenhandel besitzt jede Ware weltweit eine eindeutige Zolltarifnummer. Die Zolltarifnummer hat nicht nur eine handelsstatistische Bedeutung, sondern aufgrund der Zolltarifnummer erkennen Sie bei der Exportabwicklung auch, ob allfällige Bewilligungspflichten oder Nicht Zollrechtliche Erlasse beachtet werden müssen.

Tipp

Die Zolltarifnummer ist so bedeutend, dass wir diese in unserem Zollthema Tarifierung separat detailliert beleuchten.

Schlüssel

Was bedeutet der Schlüssel als Zusatz zur Zolltarifnummer?

Nicht bei jeder Zolltarifnummer ist ein Schlüssel vorgesehen. Sofern im Tares ein Schlüssel angegeben wird, ist dieser zwingend auch in der Ausfuhrliste zu deklarieren. Mit dem Schlüssel werden weitere Unterscheidungsmerkmale aufgezeigt.

 

Beispiel

CD-ROM (optischer Datenspeicher) der Zolltarifnummer 8523.4900

Schlüssel 911 mit aufgezeichneten Daten oder Programmen,
von der für automatische Datenverarbeitungsmaschinen
verwendeten Art
(z. B. Betriebs- und Verarbeitungsprogramme, Datenbanken,
Informationen aller Art, ausgenommen Spiele)
Schlüssel 912 Spiele (Unterhaltungsprogramme)
Schlüssel 999 andere

Handelswaren oder Nichthandelswaren

Was heisst Handelswaren oder Nichthandelswaren in der Zollanmeldung?

Oftmals ist den Exporteuren nicht ganz klar, wann das Kennzeichen bei Handelswaren gesetzt werden muss und wann nicht. Hier finden Sie die Erklärung dazu:

Der Begriff Handelswaren in der Ausfuhrzollanmeldung ist nicht zu verwechseln mit „Handelswaren im Präferenziellen Warenursprung“. Dort spricht man oft von Handelswaren, wenn Güter eingekauft und unverändert (ohne Bearbeitung) wieder exportiert werden. Weitere Erklärungen zum Thema Präferenzieller Warenursprung finden Sie unter der entsprechenden Fachbegriffserklärung.

In der e-dec Export Anmeldung ist dieser Begriff jedoch anders zu verstehen: Handelswaren werden in der Aussenhandelsstatistik erfasst, Nichthandelswaren werden nicht berücksichtigt.

Grundsätzlich müssen zur Ausfuhr angemeldete Waren statistisch erfasst werden. Somit ist in den meisten Fällen „Handelswaren“ anzugeben. Nur Güter, welche in der sog. „Befreiungsliste“ genannt werden, gelten als Nichthandelswaren wie z. B. (nicht abschliessend):

  • Waren zur Ausbesserung, Reparatur
  • Hilfsgüter in Katastrophenfällen
  • Geschäftspapiere
  • Warenproben und Warenmuster, welche den Musterbestimmungen entsprechen

Wenn Sie als Exporteur diese Güter als „Nichthandelswaren“ deklarieren, müssen Sie den Grund dafür immer im Feld Warenbezeichnung angeben. Beispiel: Defekter Transformator (zur Reparatur).

Tipp

Auch wenn keine Rechnungsstellung erfolgt, sind die Güter als Handelswaren anzumelden, ausgenommen Güter aus der Befreiungsliste. Auch Ersatzlieferungen und kostenlose Nachlieferungen werden als Handelswaren erfasst.

Eigenmasse

Was bedeutet die «Eigenmasse»?

Die Deklaration des richtigen Gewichtes in der Ausfuhrzollanmeldung bereitet vielen Exporteuren Schwierigkeiten, da Begriffe wie „Eigenmasse“ und „Rohmasse“ nicht verstanden werden. Hier finden Sie die Erklärungen dazu:

  • Die Eigenmasse entspricht dem reinen Warengewicht, ohne Umschliessungen, ohne Füllmaterial und ohne Warenträger.
  • Konservendosen, Flaschen, Tuben, Spulen, Warenhalter usw. gehören nicht zur Eigenmasse.
    Bei verpackten Waren ist grundsätzlich die auf den Verpackungen ausgewiesene Einfüllmenge anzugeben.
  • Flüssigkeiten, die ausschliesslich zur Konservierung der Ware dienen (z. B. Salzlake, Essigaufguss) gehören nicht zur Eigenmasse.
    Es ist egal, ob diese Flüssigkeit mit der Ware genossen wird oder nicht.
  • Wenn hingegen die Flüssigkeit noch andere Zutaten als diejenigen, die zur Konservierung erforderlich sind (z. B. Fruchtsaft, Saucen) enthält und eindeutig zum Gericht gehört, ist diese Bestandteil der Eigenmasse.
Beispiele Erläuterung
Eigenmasse eines Elektromotors: Sie legen den Elektromotor ohne jegliche Verpackung auf die Waage und erhalten somit die Eigenmasse für die Zollanmeldung.
Eigenmasse einer Tube Zahnpasta: Sie lesen die Nettofüllmenge von der Verpackung ab und verwenden diese als Eigenmasse für die Ausfuhrdeklaration.
Oliven im Glas in Salzlake eingelegt: Sie nehmen die ausgewiesene Einfüllmenge der Oliven (auch als Abtropfgewicht bezeichnet) als Eigenmasse für die Ausfuhrliste. (Ohne Glas und ohne das Gewicht der Salzlake).
Weisse Bohnen an Tomatensauce in Konservendosen: Die Tomatensauce gehört zur Eigenmasse der Bohnen dazu und das Einfüllgewicht inkl. Tomatensauce muss verwendet werden  (ohne das Gewicht der Konservendose).

Tipp

Die Eigenmasse ist nicht mit dem Nettogewicht gemäss Taraverordnung zu verwechseln. Die Definition des Nettogewichtes gemäss Taraverordnung weicht ab und ist hauptsächlich bei Nettoveranlagungen im Import massgebend.

Rohmasse

Wie ist die «Rohmasse» definiert?

Die Rohmasse entspricht dem Bruttogewicht. Sie setzt sich zusammen aus der Eigenmasse der Ware und dem Gewicht aller Umschliessungen, des Füllmaterials und der Warenträger.

Nicht zur Rohmasse gehören eigentliche Beförderungsmittel wie Transportbehälter, wiederverwendbare Transporthilfsmittel (EUR-Paletten), Verankerungskonstruktionen etc.

Hin­weis

Im Sinne einer Praxis-Vereinfachung akzeptiert die Zollverwaltung, dass auf den Zolldokumenten die Gewichtsangaben, sowohl mit wie auch ohne die Einberechnung der Transporthilfsmittel notiert werden kann. Wichtig ist aber hier die Nachvollziehbarkeit des Sendungsgewichtes.

Statistischer Wert

Was bedeutet der «Statistische Wert» und wie setzt sich dieser zusammen?

In der Ausfuhrliste wird der statistische Wert in Schweizer Franken verlangt. Dieser ist nicht gleichzustellen mit dem effektiven Verkaufspreis der Güter.

Im Statistischen Wert inkludiert sind folgende Bestandteile:

  • Verpackungs- und Transportkosten bis zur Schweizer Grenze
  • Versicherungskosten bis zur Schweizer Grenze
  • Sonstige Kosten bis zur Schweizer Grenze (z. B. für Zertifikate etc.)

Vom Statistischen Wert abzuziehen sind:

  • Schweizer MWST (steuerfreier Export) und andere Steuern und Abgaben
  • Rabatte und Skonti

Die Deklaration erfolgt immer in gerundeten Zahlen (ganze Franken) und die Rundungsregeln für Rappen lautet: immer abrunden für die Anmeldung in der Ausfuhrliste. Welcher Umrechnungskurs für die Zollanmeldung verwendet werden muss, erfahren Sie im Blogartikel Warenwert richtig deklarieren.

Veranlagungstyp

Was bedeutet «Veranlagungstyp»?

Mittels e-dec Export können die Waren in verschiedenen Zollverfahren ausgeführt werden. Folgende Veranlagungstypen stehen für die Exportzollanmeldung zur Verfügung:

  • 1 Normalveranlagung
  • 2 Veredelungsverkehr
  • 4 Rückwaren
  • 6 Tabak
  • 8 Abgabenfreie Veranlagung

 

Die wichtigsten Veranlagungsarten (für Normalveranlagung) im Überblick und kurz erklärt:

Normalveranlagung Die Sendung wird definitiv ausgeführt.
Normalveranlagung mit
Ausbesserung
Die Sendung wird zur Reparatur ins Ausland verschickt.
Oder es erfolgt eine Ausfuhr, nachdem die Reparatur
in der Schweiz stattgefunden hat. Lesen Sie auch unseren
Fachbegriff Reparaturverkehr / Ausbesserungsverkehr.
Normalveranlagung mit Antrag
Rückerstattung VOC
Mit der definitiven Ausfuhr wird gleichzeitig für
VOC-haltige Waren Rückerstattung von VOC beantragt.
Normalveranlagung mit
Antrag Rückerstattung
Monopolgebühren
Mit der definitiven Ausfuhr von alkoholhaltigen Waren
wird die Rückerstattung von Monopolgebühren beantragt.

Beispiel einer e-dec Export Ausfuhrliste mit Antrag auf VOC Rückerstattung:

Auszug aus einer Ausfuhrliste mit Antrag auf VOC Rückerstattung

Packstücke

Was ist in der Rubrik Packstücke (Art, Anzahl, Nummer) anzugeben?

Hier wird die Verpackungsart angegeben, die Markierung der Packstücke und wie viele Verpackungen vorhanden sind. Es wird unterschieden, ob Sie verpackte oder unverpackte Waren versenden:

 

➀ Verpackte Waren:

Geben Sie die Art der Verpackung, die Anzahl Packstücke und die Markierung an.

Beispiel: Palette, 1-3, MARK-17845/1-3

 

➁ Verpackte Waren in Container:

Geben Sie die Art der Verpackung „Container“ an und deklarieren Sie die Anzahl der Container und die eindeutige Containernummer.

Beispiel: Container, 1, HLBU123456 1

Containernummer einer verpackten Ware in Container

➂ Unverpackte Waren:

Anstelle der Art der Verpackung geben Sie „nicht verpackt (NE)“ an. Im Feld Anzahl Packstücke geben Sie eine 1 an (weil es ein numerisches Feld ist und eine Anzahl angegeben werden muss) und im Feld Zeichen (Nummern) schreiben Sie „lose“.

Beispiel: nicht verpackt (NE), 1, lose

 

④ Beigepackte Waren:

Falls im e-dec Export System die Gesamtanzahl der Packstücke in der ersten Position angeben wird, dann können die weiteren Positionen als «Beipack» gekennzeichnet werden.

Beispiel: Geben Sie in der ersten Position die Art der Verpackung, die Anzahl Packstücke und die Markierung an.
Palette, 3, 12345

Geben Sie in der zweiten Position (Beipack) die gleiche Art der Verpackung und Markierung an wie in der ersten Position, als Anzahl deklarieren Sie den Wert «null» 0.
Palette, 0, 12345

Beispiel einer e-dec Export Ausfuhrliste mit beigepackter Ware

Hinweis:  Die Anzahl der Packstücke auf Ihrer e-dec Ausfuhrliste muss mit den Angaben der Versanddokumente (Speditionsauftrag, Rechnung, Packliste, etc.) übereinstimmen.

Bewilligungspflichtcode

Was ist mit dem «Bewilligungspflichtcode» gemeint?

Mit dem Bewilligungspflichtcode sagen Sie aus, ob Ihr Ausfuhrgeschäft einer Bewilligungspflicht unterstellt ist oder nicht.

Wir hören immer wieder folgende Aussage: Sofern „Code 0 bewilligungsfrei“ nicht funktioniert, so kannst Du einfach „Code 2 bewilligungsfrei gemäss Deklarant“ anmelden.

Dies ist zwar aus technischer Sicht korrekt, da sonst ein Plausibilitätsfehler im e-dec Export erfolgt, aber oftmals wurden weder die Güter noch die länderspezifischen Sanktionsmassnahmen oder Sanktionslisten (Black Lists) überprüft. In diesem Fall ist eine „blinde“ Deklaration des Codes 2 zu vermeiden und die nötigen Abklärungen sind vor der Übermittlung der Ausfuhrliste zu treffen.

Tipp

Wenn Sie mehr über die Bewilligungspflicht, Sanktionsmassnahmen oder die Prüfung von Dual-Use-Güter erfahren wollen, lesen Sie unsere Fachbegriffserklärungen dazu. Informationen zur Sanktionslistenprüfung mittels Softwarelösung finden Sie bei unserer Software S-CHECK.

Pflichtfeld NZE-Code

Was ist beim NZE (Nicht Zollrechtliche Erlasse)-Pflichtcode zu erfassen?

Als Nicht Zollrechtliche Erlasse werden Rechtsgrundlagen bezeichnet, welche bei der Ein-, Aus- und Durchfuhr von Waren zu beachten sind, jedoch nicht auf der Zollgesetzgebung basieren. Dazu gehören gegen 150 – zum Teil ganz unterschiedliche – Rechtserlasse, wie das Abfallrecht, das Heilmittelgesetz, etc. Je nach Rechtserlass muss der NZE codiert werden.

Tipp

Eine detaillierte Beschreibung bezüglich der Deklaration des NZE-Codes finden Sie unter der separaten Fachbegriffserklärung NZE-Code (Nicht Zollrechtliche Erlasse).

Unterlagen

Welche Unterlagen sollten in der Ausfuhrliste aufgeführt werden?

Auch wenn die Rubrik «Unterlagen» nicht zwingend deklariert werden muss, so sollte im Hinblick auf den Steuernachweis sichergestellt werden, dass der rote Faden von der Rechnungsstellung bis hin zur Steuerabrechnung gegeben ist.

Führen Sie daher Ihre Handelsrechnung oder «Shipping Invoice» wenn möglich immer mit auf, damit der Bezug vom Geschäftsfall zur Veranlagungsverfügung Ausfuhr hergestellt werden kann.

Wie wir Ihnen bei die­sem Thema hel­fen kön­nen

Wenn Sie den Verzollungsprozess in Ihrem Unternehmen vereinfachen und rascher abwickeln wollen, lohnt sich eine Anbindung mittels Schnittstelle von Ihrem ERP-System an unsere e-dec Exportsoftwarelösung «ExpoWin». Oder falls Sie SAP einsetzen, unsere integrierte Lösung «pZoll». Das manuelle Abtippen von Informationen in die Verzollungsapplikation entfällt dadurch und die Fehlerquellen beim Verzollungsprozess werden minimiert. Verschaffen Sie sich einen Überblick über unsere Zollsoftware für reibungsloses Arbeiten.

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