Sanktionslistenprüfung

Der Begriff Sanktionslistenprüfung (oder oft auch „Sanktionsprüfung“, „Black List Prüfung“ oder „Compliance-Screening“ genannt) umfasst für Exporteure die Prüfung Ihrer Geschäftskontakte auf sanktionierte:

  • Personen
  • Organisationen
  • Firmen / Unternehmen

Dabei geht es um Adressen, die in der Vergangenheit in terroristischen oder illegalen Handlungen involviert waren. Leicht irritierend in Anbetracht der obigen Liste spricht der Gesetzgeber von „Personenlisten“.

So ist es gemäss den jeweiligen Verordnungen, welche Massnahmen gegenüber solchen Personen, Organisationen und Firmen vorsehen, verboten mit solchen gelisteten Parteien Geschäfte zu führen.

Als Beispiel sei der Artikel 10 Absatz 2 aus der Verordnung über Massnahmen gegenüber der Demokratischen Volksrepublik Korea zu erwähnen:

„Es ist verboten, den von der Sperrung nach Artikel 9 betroffenen natürlichen Personen, Unternehmen und Organisationen Gelder zu überweisen oder Gelder und wirtschaftliche Ressourcen sonst wie direkt oder indirekt zur Verfügung zu stellen.“

Aufgrund solcher Artikel muss sichergestellt werden können, dass Personen, Unternehmen sowie Organisationen in einer Sanktionsliste zusammengefasst und von den hiesigen Unternehmen auch gefunden werden. Die Sanktionsliste wird regelmässig aktualisiert und bedarf aus diesem Grund auch einer regelmässigen Prüfung durch die Benützer.

Das SECO seinerseits stellt diese Sanktionsliste ebenfalls auf ihrer Website zur Verfügung, auf welcher sich nach Sanktionsadressaten suchen lässt.

Im Alltag bedeutet dies für jedes Unternehmen, dass all ihre Geschäftskontakte mit dieser Sanktionsliste abgeglichen und geprüft werden müssen. Sei es

  • bei der Erfassung eines neuen Kunden
  • vor dem Versand einer Sendung
  • vor jeder Finanztransaktion
  • oder sogar bei Einstellung eines neuen Mitarbeiters

Es muss sichergestellt sein, dass keine Geschäfte mit auf die Sanktionsliste gesetzten Personen oder Firmen getätigt werden.

Sanktionslistenprüfung SECO Sanktionen

Es reicht jedoch nicht aus, wenn nur der Sanktionsliste des SECO Beachtung geschenkt wird. Viele Länder oder auch Ländergruppe, so auch die Europäische Union, führen ebenfalls eigene Sanktionslisten mit Personen, Firmen und Organisationen, gegen diese Massnahmen getroffen wurden. Handeln Sie mit solchen Personen, verstossen Sie gegen das Exportkontrollrecht des jeweiligen Landes oder Ländergruppe.

Auch die Europäische Union stellt die consolidated list of sanctions, also die Sanktionslisten der EU der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Als Unternehmen stehen Sie nun in der Pflicht, alle Sanktionslisten tagesaktuell abzugleichen.

Tipp

Ein manueller Abgleich sämtlicher Sanktionslisten gestaltet sich als zeitintensiv und mühsam. Zahlreiche Firmen bieten dafür Software-Lösungen an, mit denen ein automatisierter und regelmässiger Abgleich gängigster, internationaler Sanktionslisten möglich ist. Auch finesolutions bietet eine entsprechende Lösung an: S-CHECK – Leistungsfähige Sanktionslistenprüfung mit internationalen Sanktionslisten (inklusive SECO-Liste)

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Simone Meierhofer
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